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Über das normale Harneiweiß
Entstehung
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Ich verschaffte mir nun eine grosse Menge Harn 1500 ccolund setzte 150 ccm Barytwasser hinzu, vermischte es ordentlichund liess das ganze mindestens 60 Stunden stehen. Dann filtrierteich. Der Niederschlag zeigte Acrees und Adamkiewiczs Reaktionpositiv. Bei der Schwefelbleireaktion trat eine geringe Dunkel-färbung auf. Das Filtrat versetzte ich nochmals mit Barytwasserund zwar solange, bis kein Niederschlag mehr entstand. Der da-bei sich bildende zweite Barytniederschlag ergab wiederum dieoben erwähnten Proben sowie beim Zusatz von Millons Reagenzeine ganz geringgradige Rosafärbimg, jedoch möchte ich die Re-aktion nicht als sicher auf Eiweiss beruhend bezeichnen. Ohnedie starke Alkalescenz des Ba(OH)2 zu beseitigen, verarbeiteteich das Filtrat weiter mit Plumbum aceticum. Der dabei ent-stehende Niederschlag gab alle vier von Rusconi angewandtenReaktionen positiv. Zum ersten Male trat also auch die Biuret-reaktion ein. Bei weiteren Versuchen dieser Art gelang es mirjedoch niemals wieder, durch Millons Reagenz und durch dieBiuretprobe einen eiweissartigen Stoff nachzuweisen. Bei allendrei der Reihe nach erhaltenen Niederschlägen, d. h. bei derFällung 1. mit Barytwasser 1 : 100 Harn, 2. mit Barytwasser, biskein Niederschlag mehr entstand und 3. mit Plumbum aceticumfielen immer nur die Reaktionen von Acree, Adamkiewiczund auch Liebermann positiv aus, ebenso die Schwefel-bleireaktion.

Ergebnis: Bei keiner der versuchten drei Blei-Methoden gelang es, die Gesamtmenge der eiweiss-artigen Stoffe aus dem Harn niederzureissen; immerwieder entstand auch nachher noch durch Baryt ein Niederschlag,der eine der vier Reaktionen positiv ergab. Mag es nun ein Pro-teid geben, das auf diese Weise schwer auszufällen ist, oder mages ein anderer Grund sein, bestimmt will ich es nicht entscheiden,möchte aber das erstere für zutreffend halten. Der so schwerausfällbare Körper ist offenbar eine Albumose, derenquantitative Fällung ja überhaupt schwierig ist.

V. Prüfung des aus den Bleiniederschlägen frei gemachten

Eiweisses.

1. Durch H a S0 4 .Um nun den durch Zusatz von Plumbum aceticum undspäter den durch Zusatz von basischem Bleiacetat erhaltenen