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Über das normale Harneiweiß
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wie es zuerst von Posher 10 ' 30 ) geschehen ist, Stoffe zu erhalten,welche unzweifelhafte Eiweissreäktionen zeigen. Diese Stoffe sindzum Teil sicher als gewöhnliches Eiweiss anzusehen, wie H. Wi n ter-nitz 19 ) und Ed. Spiegier 20 ) in zahlreichen Versuchen nach-gewiesen haben, zum anderen Teil wahrscheinlich als Nucleo-Al-bumin, wofür auch ihre Farbenreaktion spricht (Posner 10, 1,; ).Nach Spiegier 20 ) finden sich ganz geringe Spuren von Albuminnamentlich bei Menschen aus den gebildeten Ständen so häufig,dass es mitunter schwierig wurde, einen durchaus ei-weiss freien Harn zu erhalten. Endlich hat K. Monier 21 ) mitSicherheit nachgewiesen, dass Eiweiss i n jedem normal en Urinenthalten ist (2278 mg täglich) und damit das von H. Senator 22 - 23 )aus theoretischen und klinischen Gründen aufgestellte Postulat,dass jeder Urin Eiweiss in Spuren enthalten müsse, als richtig be-stätigt. Beiläufig sei erwähnt, dass auch bei Tieren nach einigenAutoren regelmässig Spuren von Eiweiss im Harn enthalten sind 24 ).Im Jahre 1909 erschien nun im Archivio di Farmacologia speri-mentale e Scienze affini eine Arbeit von Ruseoni, betitelt: Intornoalla esistenza di un albuminoide nelle urine normali 25 ).

Verfasser verarbeitete Urin in einer unten noch zu be-schreibenden Weise mit Barytwasser und kam dabei zu folgendemResultat:

Zahlreiche; Erfahrungen bei mehr als 60 Urinen von ge-sunden Erwachsenen beiderlei Geschlechts haben zu folgendemResultat geführt:

1. Dass jeder normale Urin sicher eine chemische Verbindungenthält, welche alle Eigenschaften eines Proteiden besitzt,eine chemische Verbindung, die sich leicht erhalten undidentifizieren lässt aus der massigen Fällung, die jederUrin mit kaltem Barytwasser liefert.

2. Dass das Proteid, das wir normalerweise mit dem L'rinausscheiden, aller Wahrscheinlichkeit nach eine einheitliche,chemische Substanz ist, die in ihrer molekularen Zusammen-setzung dem Serumalbumin entspricht 25 )."

Im Februar 1908 veröffentlichten J. Nicolas und A. Jambeneine Arbeit in den Annales de dermatologie et de syphiligraphie,betitelt: L'albuminurie chez les galeux 2 "). Die Autoren kommennach Untersuchung der Harne von 101 Krätzkranken zufolgendem Schluss.