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Heterokarbozyklische Verbindungen.
Basen bilden sie Salze, von denen die mit HN0 3 u. mit Alkaloidreagenzien(S. 605) in W. unl. sind. Anw. solcher Verb, als Arzneistoffe s. S. 622,
Org. Säuren u. Basen, sowie H 3 P0 4 , bilden mit Eiweißstoffen Salze u.kommen so in der Natur vor, z. B. Verb, der Nucleinsäuren als Phosphor-nukleoproteide, der Aminozucker als Glykoproteide, caseinsaures Calciumals Casein, muoinsaure Alkalien als Schleimstoffe, Phosphorsäureverb, alsPhosphorproteide u. Phosphornukleoprote'ide.
H-Atome der Eiweißstoffe lassen sich durch Halogene substituieren;auch solche Verb, kommen in der Natur vor, z. B. Jodeiweiß in der Schild-drüse, u. finden nebst ehem. erhaltenen med. Anw.
Erk. Eiweißstoffe (einschließlich der Albumosen u. Peptone)geben viele charakt. Farbenreaktionen:
1. Beim Erhitzen mit konz. HN0 3 werden sie oder ihre Lös. gelb u. danndurch NH, tief orange (Xanthoproteinreaktion durch Tyrosin- u. Trypto-phanbüd. hervorgerufen, s. S. 600).
2. Beim Erhitzen mit Millons Reagenz (S. 280) werden sie purpurrotinfolge von Tyrosinbild. (s. S. 529).
3. Fügt man zur Lös. Glyoxylsäurelös. (oder Essigsäure, die meist Gly-oxylsäure enthält) u. konz. H 2 SO,, so wird sie violett u. zeigt einen best.Absorptionsstreifen (Adamkiewiczsche Reaktion durch Tryptophanbild.).
4. Erwärmt man mit Alkalilauge u. einem Tropfen Cuprisulfatlös., soentsteht blauviolette Färbung (Biuretreaktion durch Peptidbild.).
5. Erwärmt man selbst Spuren von Eiweiß mit Ninhydrinlös. (S. 548),so entsteht blaue oder violette Färbung (durch Peptidbild.).
Eiweißstoffe geben folgende Fällungsreaktionen, bei denensie ehem. verändert werden; Peptone werden nur durch Metallsalze, Alkohol u.Alkaloidreagenzien gefällt.
1. Sättigen der neutralen Lös. mit Ammoniumsulfat.
2. Vermischen mit entspr. Mengen von Äthylalkohol.
3. Kochen der schwachsauren Lös., namentlich bei Anwesenheit vonanorg. Alkalisalzen (außer Albumosen u. Nucleoproteiden).
4. Durch HNOj, welche man der kochend heißen Lös. bis zur starksauren Reaktion zusetzt. 5. Durch Kaliumferrocyanidlös. -f- Essigsäure.
6. Durch die Schwermetallsalze (Eiweiß als Gegengift bei Metallsalz-vergiftungen).
7. Durch Trichlor-, Sulfosalicyl-, Metaphosphorsäure u. viele der sog.Alkaloidreagenzien (S. 605).
Einteilung. Die ehem. Einteilung ist infolge der unbekannten Molekular-größe u. Konstitution unsicher; nachstehende, vorherrschende Einteilung beruhtmehr auf Unterschieden in gewissen Reaktionen; dabei bilden viele Eiweiß-stof'fe Übergänge zwischen einzelnen Gruppen u. manche lassen sich in keineGruppe zwanglos einreihen.
Man unterscheidet: 1. Einfache Eiweißstoffe oder Proteine. 2. Zusammen-gesetzte Eiweißsloffe oder Proteide, welche sich in Eiweißstoffe u. andere Stoffespalten lassen. 3. Gerüsteiweißstoffe (Albuminoide oder Proteüioide). 4. De-naturierte Eiweißstoffe oder Deprotei'ne. 5. Giftige Eiweißstoffe oder Toxo-protei'ne. 6. Enzyme oder ungeformte Fermente.
1. Einfache Eiweißstoffe oder Proteine.
Albumine lösen sich in W.; aus dieser Lös. fallen sie beim Erhitzen nurbei Gegenwarf von Salzen. Sie werden durch Sättigen ihrer neutralen Lös.mit (NH,)jS0 4 gefällt, nicht aber, wie Globuline, mit MgS0 4 .
Man unterscheidet Eieralbumin, Serumalbumin, im Blutserum,Chylus, in allen serösen Flüss., pathologisch im Harn; Muskelalbumin(Myogen, Myosinogen) im lebenden Muskel; Milchalbumin (Lakt-albumin) in Milch u. Kolostrum. Pflanzenalbumin (Phytoalbumin).