Heterozykl. u. hydroheterozykl. K.W. mit drei-u. höhcrworl. Metalloidat. 611
'Physostigminum salicylicum, (Ci 6 H 21 0 2 N 3 )C 7 H 6 0 3 , ist schwerl.,
'Physostigminum sulfuricum, (CisHjuOaNaJjHuSO^istleichtl.inW.
Sinapin, C ls II 26 0 6 N, als Sulfocyanat im schwarzen Senfsamen, als dasGlykosid Sinaibin (S. 467) im weißen Senfsamen, bildet gelbe Krist., ist spalt-bar in Cholin (S. 479) u. Sinapinsäure (S. 535).
Solanidin, C 40 H 81 O 2 N, ist als das krist. Glykosid Solanin, C 52 H 93 0 18 N (?)in den Keimen der Kartoffel (Solanum tuberosum) enthalten (S. 467).
Veratfin, CjjHjjOuN, u. Cevadillin, C 34 H 63 0 8 N, beide amorph., findensich nebst krist. Cevadin, C 32 H 49 0 9 N, Sabadinin, C 27 H 45 0 8 N, u. Sabadin,C 29 H 61 0 8 N, in den Sabadillsamen; nicht aber in Veratrum album.
Veratrin schmilzt bei 180°, ist spaltbar in Veratrumsäure, C 9 H, 0 O 4(S. 530) u. Verin, (Methylcevin); Cevadin schmilz! bei 205°, ist spaltbar inAngelicasüure, C 6 H 8 0 2 , u. Cevin, C 27 H 43 0 8 N. 'Veratrin der Apotheken bestehtaus Veratrin u. Cevadin mit geringen Mengen der vorerwähnten Verb.; es reiztzum Niesen, färbt sich mit HCl erhitzt rot, mit Zucker u. H 2 S0 4 verrieben blau.
Veratrumalkaloide in der Wurzel von Veratrum album (Nieswurz) sindJervin, C 28 H 37 0 3 N, Pseudojervin, C 29 H 43 0 7 N, Rubijervin, C 26 H 43 0 2 N+ H a O, u. Pseudoveratrin, C 32 H 51 O u N (Protoveratrin).
Yohimbin, C 22 H 30 O 4 N 2 , Mcnolysin, in der Yohimberinde, bei 234°schm., findet als Anhydroyohimbinhydrochlorid, C 22 H 28 0 3 N 2 -HC1, med.Anw., die Verb, mit Urethan als Vasotonin, mit Nucleinsäure alsNucleosan.
Heterozykl. u. hydroheterozykl. Kohlenwasserstoffemit Metallatomen als Substüuenlen.
Metallderivate entstehen durch Substitution eines H-Atoms in deraliphat. Seitenkette (S. 467) oder am Heteroring (z. B. Thiophendimercuri-hydroxyd, C 4 H 2 (HgOH) 2 S oder bei entspr. kondens. Verb, auch am Benzolring.
Heteroverb. mit Metallatomen neben anderen Heteroatomen im Atom-ring sind nicht bekannt, hingegen Verb., welche Metallatome als Hetero-atome in einem C-Bing enthalten (S. 562).
Bei Azinen sind einige Metallderivate bekannt, z. B. addiert PyridinAlkalimetalle zu selbstentzündl. C 6 H 5 NNa u. (C 6 H 6 N) 2 Na.
Bei Azolen, u. auch in den am N-Atom hydrierten Azinen, ist das H-Atom der NH-Gruppe meist durch Metalle ersetzbar; diese Verb, schließen sichim Verhalten den Metallderivaten der aliph. u. zykl. K.W. an, u. dienen,namentlich die Halogenmagnesiumderivate, ebenfalls zu Synthesen, z. B.Pyrrolkalium, C 4 H,NK, Pyrazolsilbcr, C 3 H 3 N 2 Ag, Indolnatrium, C 9 H 6 Na,In dazol magnesium Jodid, C 7 H 5 N 2 .MgJ.
•• An die Pyrrolkerne des Chlorophylls ist ein Mg-Atom, an die Pyrrol-kerno der Blutfarbstoffe ein Fe-Atom gebunden.
Manche Azole haben den Charakter von Säuren u. lösen dementspr*Metalloxyde auf unter Bild, von Metallderivaten, z. B. von Triazolsilber»C 2 H 2 N,Ag, oder von verpuffenden Tetrazolquecksilber, (GHN 4 ) 2 Hg.
Heterozykl. u. hydroheterozykl. Kohlenwasserstoffe mit drei-
u. höherwert. Metalloidatomen usw. als Substituenten.
Wie bei zykl. Verb, sind auch hier Derivate bekannt, welche Metalloide,bzw. Reste von deren H-Verb., in der alipb. Seitengruppe oder amHeteroring enthalten, bzw. bei kondens. Verb, auch am Benzolring.
Heteroverb., die neben einem TT, "NH", "0", "S'Ätom noch weitereN-Atome im Ring halten, wurden bereits als heterozykl. Verb, betrachtet;auch ähnlich konstit. Verb, mit einem P-, Sb- oder As-Atom im Ring sindvereinzelt bekannt.
Benzoxoniumverb. enthalten ein vierwert. O-Atom im Ring (s. S. 597).
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