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Heterokarbozyklischo Verbindungen.
myoporoides, schmilzt bei 56°, i^t spaltbar in Tropasäure (S. 609) u. Scopolin(Oxylropin, Oscin, C 8 Hi„0 N)? Basen führen es über in i-Scopolamin(Atroscin), dessen HBr-Verb. als EuScopol med. Anw. findet.
'Scopolaminum hydrobromic, C 17 H 21 0 4 NHBr -f 3H 2 0, schmilztwasserfrei bei 191" u. gibt die Vitalsche Reaktion (S. 609).
1-Cocain, C 17 H 21 0 4 N, Melhylbenzoylecgonin (s. Fig. 2, S. 609) findetsich mit d-Cocain, Tropacocain, Cinnamylcocain, Truxillin u. denflüss. Hygrinen (S. 606) in den Kokablättern, schmilzt bei 98° u. ist spaltbarin Methylalkohol, Benzoesäure u. Tropincarbonsäure (1-Ecgonin); es kann ausdiesen Bestandteilen aufgebaut werden, was von Bedeutung ist, weil 1-Ecgoninaus den Rückständen der Cocaindarst. (aus dem Cinnamylcocain) gewonnen wird.
•Cocainum hydrochloricum, C 17 H 21 0 4 N-HCI, schmilzt bei 183°;sein Gemisch mit gleichviel Mercurochlorid schwärzt sich beim Befeuchtenmit Wg.; seine wäss. Lös. wird durch Chromsäure u. Kaliumpermanganat gefällt.
Tropacocain, C I5 H 19 0 2 N, Benzoylpseudotropin, der Benzoylester desdem Tropin stereoisomeren Pseudotropins, findet sich namentlich in javanischenKokablättern, ist weniger giftig wie Cocain, schmilzt bei 49°.
•Tropacocain hydrochloricum, C 15 H 19 0 2 N-HC1, schmilzt bei 271°,die wäss. Lös. wird durch HNO a , Chromsäure u. Kaliumpermanganat gefällt.
Cinnamylcocain, C 18 H 23 0 4 N (s. Cocain), bei 121° schm., spaltbar inMethylalkohol, Benzoesäure u. 1-Methylecgonin, ist daher Cinnamylecgonin.
Truxillin, CjaH^OjN., (s. Cocain), amorph, ist spaltbar in Methylalkohol,Truxillsäuren (S. 535) u. 1-Ecgonin (Tropincarbonsäure S. 609).
8. Alkaloide unbekannter Konstitution.
Aconitin, C^H^OüN, neben Pikroaconilin, C 32 H 45 O 10 N, u. Pseudo-aconitin in den Aconitumarten, namentlich in den 'Knollen von AconitumNapellus, schmilzt bei 198°, ist spaltbar in Essigsäure u. Pikroaconitin,C 82 H 46 O 10 N, u. dieses weiter in Essigsäure, Benzoesäure u. Aconin, C 25 H 41 O e N.
Deutsches Aconitin des Handels, ein Gemenge von Aconitin u. Pikro-aconitin. gibt, mit dicker Phosphorsäure erwärmt, intensiv violette Lös.
Andere Aconitumarten liefern Aconitine, welche sich physiologisch u.ehem. etwas anders verhallen, nämlich Pseudo-, Jap-, Ind- u. Bikha-aconitin, welche aber ebenfalls Derivate des Aconins sind.
Achilletin, CuHpOjN, wird aus dem in Achillea millefolium enthaltenenGlykoside Achillein, CjjHmOhN, (S. 465) abgespalten.
Apidospermin, C 22 H 30 O 2 N 2 , in der Rinde von Apidosperma Quebracho.
Bebeerin, C 18 H 81 O a N, neben den stereoisomeren Betabebeerin u.Isobebeerin in der Radix Pareirae, findet med. Anw.
Colchicin, C 22 H 2i 0 6 N, in der Herbstzeitlose, namentlich in den Samen("Semen Colchici), bildet mit 1 y 2 Mol. H 2 0 Krist.; wasserfrei ist es amorph,durch H 2 S0 4 wird es gelb, durch HNO, violett gelöst; es ist spaltbar unterHjO-Aufnahme in Colchicei'n, C 21 H S3 O e N (eine Säure) -f- Methylalkohol u.ist ein Amidcster, enthält also N-freie Atomringe.
Dictamnin, C 12 H n 0 2 N, in der Dictamnuswurzel.
Emetin, C 20 H 40 O 4 N 2 , in der Brechwurzel (emein, erbrechen). 'RadixJpecacuanhae, neben Cephaelin, C 14 H 20 O 2 N, u. Psychotrin, C 17 H 26 0 2 N (?).
Ergotamin, C 33 H 35 0 6 N 5 , Gynergen, der wirksamste Bestandteil desMutterkorns, 'Seeale cornutum, geht leicht in schwerl. isomeres Ergotamininüber; ferner findet sich im Mutterkorn Ergotoxin, C s5 H 41 O e N 6 , Hydro-ergotin, u. dessen Anhydrid Ergotinin, C 36 H 39 0 6 N 5 .
Lobelin, C 21 H 2 30 8 N, ist in *Herba Lobeliae enthalten.
Pellotin, C 13 H 18 0 3 N, in der Kaktee Anhalonium Williamsii.
Physostlgmin, C 15 H S1 0 8 N„ Eserin, neben Eseridin, C 16 H 23 o 3 N„ inden Kalabarbohnen (von Physostigma venenosum), schmilzt bei 105°; seineLös. färben sich bald rötlich; in warmer Ammoniakflüss. löst es sich gelbrot u.beim Abdampfen der Lös. bleibt ein blaugrüner Rückstand.