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Bildung u. Zerlegung organ. Verbindungen. 355
man d*""^ ™ engeren Sinne oder eigentliche Gärung nenntdah ' Cn r *' au der Zuckerarten u. unterscheidet nach denZitro ° nt . Steheuden Hauptprodukten die Alkohol-, Glycerin-,ensaure-, Buttersäure-, Milchsäure- u. schleimige Gärung.Ferment' ■ iUC ' £erar ' ;e n sind rein unveränderlich, werden aber durch organisiertedin^un m elnlachere Verb, gespalten, wenn die unten angeführten, allg. Be-von'F Seil n VOrlliin(ien sind ' sowie eine best - Verdünnung der Lös., Anwesenheitan d ™ clßstoft ' ei i u. anorg. Salzen; deshalb gehen zuckerhaltige PflanzensäfteLuft von selbst in Gärung über, konz. (eingedampfte) aber nicht.
Sproßpii ze erzeugen die Alkoholgärung, gewisse Spaltpilze die■ aulms u. Verwesung, sowie best. Gärungen (s. Milchsäure) u. ferner Oxyda-tionen durch Übertragung des Luftsauerstoffs (s. Nitrate, Essig).
In säurefreiem oder schwach alkalischem Nährboden gedeihen Spaltpilze,n schwachsaurem nur Sproßpilze; Schimmelpilze unterstützen die Spaltpilze,ndem sie in starksaurem Nährboden bei Gegenwart von O gedeihen u. durchZerstörung der Säuren den Nährboden wieder für Spaltpilze zugänglich machen.
A1, g- Bedingungen für Eintreten der Gärung sind: Gegenwartvon W., entspr. Nährstoffen u. Temp., da bei 0° die Pilze sich nicht entwickeln,sei 100» aber meist absterben (Sterilisieren, Pasteurisieren); femer Abwesen-heit von fäulniswidrigen oder gärungshemmenden (antiseptischen oderFl n z . ymat ischen) Mitteln, wie Borsäure, Chlor, Metallsalze, Salicylsäi
Isäure,
,. "saure, Schwefeldioxyd, Schwefelkohlenstoff, Gerbstoff, Phenole usw.;uerher gehören auch Wg., Kochsalz, Zucker, weil sie die Pilze durch Wasser-entziehung abtöten.
Fäulnis heißt die mit Bild, flüchtiger, übelriechender Stolle (H 2 S, NH 5 ,v °Menwasserstoffen, Aminen, Indol, Skatol, Fettsäuren) verbundene Zer-setzung best. org. stickstoffhaltiger Stoffe, namentlich der Eiweißstoffe, durch««naerobe Spaltpilze; sie tritt bei O-Mangel, also in tieferen Schichten der ErdeUül "■ ist meist ein Reduktionsprozeß; Fäulnisprodukte sind im allgemeinennicht versch. von Zersetzungsprodukten, welche bei der Einw. von Säurenoder Alkalien auf die betr. org. Stoffe entstehen (s. Eiweißstoffe).
Verwesung nennt man die unter stetem Luftzutritt erfolgende Zer-setzung 0 rg., stickstoffhaltiger Verb, durch aerobe Spaltpilze bis zu den End-produkten C0 2 , H 2 0, NH, (bzw. zu Nitraten u. Sulfaten u. Asche).
s 'e ist also ein Oxydationsprozeß; während bei Fäulnis wegen Mangel* n O stets kohlenstoffreiche Massen zurückbleiben, endigt die Verwesung, aller-au igs oft erst nach langer Zeit, mit dem völligen Verschwinden der org. Substanz.
Vermoderung nennt man die durch anaerobe Spaltpilze sehr langsam^folgende Zersetzung der Pflanzen, namentlich in Mooren u. Sümpfen; sieuhrt im Laufe geologischer Zeiten zur Bild, der Braun- u. Steinkohlen unterkntw. von C0 2 u. CH 4 (Sumpfgas).
Humussubstanzen (Melanoidine) nennt man die braunen oderschwarzen, amorphen, reduzierenden Stoffe, welche bei der Vermoderung von{ "anzen auftreten, sowie bei der Einwirk, starker Säuren oder Basen aufKohlenhydrate (Zellulose, Zucker), Eiweiß usw. Sie sind geruch- u. geschmack-los absorbieren aus der Luft begierig W. u. NH„ sowie aus Salzlös. die betr.»alze u. sind daher wichtige Nährmittel für die Pflanzen.
Sie finden sich in der Ackererde, Braunkohle, im Torfe, faulen Holze, inv 'elen Quellw. u. deren gelbbraunem Bodensatze usw.; sie sind zum Teil stick-stoffhaltig u. indifferent oder schwache Säuren; letztere können leicht denVoi 'er\vahnfen Stoffen durch verd. Alkalilauge entzogen u. aus den so erhaltenen,
raunen Lös. zum Teil wieder durch Säuren gefällt werden.
teil die cne m. Natur der Humusstoffe ist wenig bekannt; sie scheinen
b de n Kohlenhydraten, teils den Oxybenzolen u. Furanen nahe zu stehen.
C H o Humus sloffeHumin, C^H^O^, Ulmin, Cj,,H u O„ Huminsäure,
C H o Ulmi nsäure, C,,H lt O„ Geinsäure, C^H^O,, Quellsäure,
20 ""«' Quellsatzsäure, C 2< H 12 Oi 2 , sind keine ehem. Individuen.
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