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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen sowie des Deutschen Arzneibuches und anderer Pharmakopöen namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Organische Chemie.

zyklische Verb. u. die weitere Einteilung dieser Gruppen in homologe Keinenermöglicht eine übersichtliebe Einteilung der enormen Anzahl von org. Verb.

Substitution.

Werden in einer org. Verb. Atome oder Atomgruppendurch andere von entspr. Wertigkeit ersetzt (substituiert),so erhält man die Substitutionsprodukte (Derivate oder Ab-kömmlinge) der betr. Verb.; z. B. lassen sich in jedem K. W. ein odermehrere, ja oft selbst alle H-Atome ersetzen u. es bildet so jeder K. W.den Ausgangspunkt für eine Keihe von Verb., welche alle dieselbe Anzahlvon C-Atomen enthalten (s. Äquivalenz der Atome S. 28).

Z. B. lassen sich folgende Substitutionen im Methan, CH 4 , vornehmen!

Ein H-Alom wird durch ein anderes einwertiges Atom oder eine einw.Atomgruppe ersetzt; CH 4 . CH,-CI. CH 3 "Na. CH 8 "OH. CH a "NH 2 .

Zwei H-Atome werden durch zwei andere einwertige oder ein zwei-wertiges Atom usw. vertreten: CH 4 . CH 2 =C1 2 . CH.rO. GH 2 =NH.

Drei H-Atome werden durch drei andere einwertige oder ein drei-wertiges, oder durch ein zweiwertiges u. ein einwertiges Atom usw. Vertretern

h c-=ci s . trc^N. o"ch~ci. crctroH. hn=ch~oh.

Alle H-Atome werden durch die entspr. Anzahl ein- oder höherwertigerAtome usw. vertreten: CiCl 4 . Cl/CTO. CtC N. HOC N.

Werden H-Atome durch ein- oder zwei- oder dreiwert. C-Gruppen fort-laufend substituiert, so gelangt man zu immer C-reicheren ges. oder unges. Verb.,z. B. von CH t zu CHyCH,, CH,f CH 2 , CH-CH, u. von diesen zu CH 3 "CH a XHCH a = CH~CH 3 , CH^C"CH 3 usw., in welchen Verb, immer wieder gleiche oderahnliche Substit. erfolgen können.

Man kann also alle org. Verb, von entspr. K. W. mit gleich-viel C-Atomen u. gleicher Konstit. ableiten u. daher die org.Chemie auch als die Chemie der K. W. u. ihrer Derivate betrachten.

Isomerie u. Tautomerie.

Die Anzahl der C-Verb. wird namentlich erhöht durch dasAuftreten isomerer Verb., d. h. von Verb., welche bei gleicher qualitat.u. quantitat. Zusammensetzung ganz versch. Eigenseil. besitzen.

Die Strukturtheorie gestattet alle möglichen Atomverkettungen (Iso-merien) festzustellen, wobei allerdings die Schwierigkeit der Berechnuiie- mitder Anzahl it. der Verschiedenheit der Atome in der Molekel wächst.

Isomerie im engeren Sinne (S. 30) wird bedingt durch versch.Anordnung der Atome in der Molekel bei gleicher Molekulargröße; z. B. sindisomer CH 3 'OTJH 3 (Methyläther) u. C^'CIifOH (Äthylalkohol).

Polymerie (S. 31) wird bedingt durch versch. Molekulargröße; z. B.sind polymer CH 2 0 (Formaldehyd), 0^A i O 2 (Essigsäure), C s H 9 0 2 (Milch-säure), C 8 H 12 0 6 (Traubenzucker).

Für manche C-Verb. lassen sich mehr Strukturformeln aufstellen, alsIsomere dargestellt werden konnten; dies beruht entweder auf der Schwierig-keit der Darst., bzw. Trennung der zahlreichen Isomeren oder auf der Un-beständigkeit dieser Isomeren (s. Tautomerie).

Anderseits sind von vielen C-Verb. mehr Isomere bekannt als dieStrukturtheorie voraussieht, welche Erscheinung durch die zur Stereochemieerweiterte Strukturtheorie erklärt wird (S. 333).

Tautomeric (tauto dasselbe) oder Desmotropie (desmos Bindung)