Allgemeines über anorg. Verb. u. deren Benennung.
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Salzbild, vertretbaren H-Atome einer Säure durch Metallatome ersetztwerden, d. h. wenn Neutralisation stattfindet (S. 85).
Ein neutrales Salz schmeckt meist weder sauer noch laugenhaft, sonder«salzig, es verändert meistens weder Lackmus- noch Kurkumafarbstoff, nochPhenolphthaleinlös., noch Methylorangelös., d. h. es zeigt neutraleReaktion. Manche neutrale u. selbst saure Salze reagieren aber alkalisch,wenn sie sich von schwachen Säuren ableiten, u. manche normale Salze sogarsauer, wenn sie sich von schwachen Basen ableiten (S. 84).
Der Gattungsname sauerstoffhaltiger Salze, welche dasgleiche Metall enthalten, wird gebildet, indem man dem lateinischen Stammwort der Säure „at", der sauerstoffarmeren Säure „it" anhängt; für „Über"-setzt man „Per" vor, für „Unter" aber ,,Hypo".
Z. B. JMC10 Hypocblorile statt unterchlorigsaure Salze,MC10» Chlorite ,. chlorigsaure .,
MC10 8 Chlorate „ chlorsaure .,
MC10 t Perchlorate „ überchlorsaure ,,
Der Speziesname wird gebildet, indem man dem Gattungsnamenden Namen des wasserstoffvertretenden Metalls vorsetzt.
Z. B. KC10 Kaliumhypochlorit statt unterehlorigsaures Kalium.NaC10 3 Natriumchlorit ,, chlorigsaures Natrium.
NaClOj Natriumchlorat „ chlorsaures Natrium.
AgC10 4 Silberperchlorat ,. übevchlorsaures Silber.
Den Speziesnamen zweier Salze, welche das gleicheMetall enthalten, bildet man analog dem der Oxyde usw. (S. 149),8. B. FeS0 4 , Ferrosulfat, Fe 2 (SO„),, Ferrisulfat.
Sauerstoffreie Salze binärer Säuren benennt man wie binäreVerb., z. B. FeCl 2 Ferrochlorid, FeCl 3 Ferrichlorid, Cu(CN) Cuprocyanid,r; "(CN) 2 Cupricyanid (S. 149).
Sauerstoffreie Salze ternärer u. höherer Säuren enden wieSalze sauerstoffhaltiger Säuren auf „at" bzw. „it"; z. B. heißt Na 3 AsS 4^atriumsulfarsenat, Na 3 AsS 3 Natriumsulfarsenit, K 2 PtCl 6 Kaliumchloro-
Platinat usw.
Bei der lateinischen Benennung der Salze tritt für die Endsilbe-iddie lat. Endsilbe -atum, für -at die lat. Endsilbe -icum, für -it die lat. Endsilbe■osum ein, für das Vorwort ,,Per" wird „Per", veraltet „Hyper" gesetzt.
= Kaliumchlorid, KCl.= Kaliumperchlorat, KClOj.— Kaliumchlorat, KCI0 3 .= Kaliumchlorit, KC10 2 .
_____________________________1= Kaliumhypochlorit, KCIO.
Bei Salzen, welche dasselbe Metall in versch. Wertigkeit enthalten, wird*" e auf veralteten Anschauungen beruhende Bezeichnung „oxydatum" oder^° x ydulalum" beibehalten, z. B. Ferrosulfat = Ferrum sulfuricum oxydulatum,te rrisulfat = Ferrum sulfuricum oxydatum, auch werden sie deutsch oft nochentspr. benannt, z. B. schwefelsaures Eisenoxydul, schwefelsaures Eisenoxyd;p Uc 'i auf sauerstoffreie Salze fand diese Benennung Anw., z. B. hieß FeCl 2, 1 e . r ' ur n chloratum oxydulatum FeCl 3 Ferrum chloratum oxydatum, jetzt abereißtPeCU Ferrum chloratum, FeCl 3 Ferrum trichloralum oder sesquichloratum„? Sc l ui anderthalb, da es früher bei Annahme des Atomgew. für Fe — 28 st:>1tW!ft jetzt = 56 die Formel Fe 2 Cl 3 hatte).
[ t Häufig hat man lat. Trivialnamcn beibehalten, z. B. Merkurochlorid =yaraigyrum chloratum mite = Calomel, Merkurichlorid = Hvdrarg. bichlo-•Uim corrosivum = Sublimat (s. auch S. 148).
B. Kalium chloratumKalium perchloricumKalium chloricumKalium chlorosumKalium hypochlorosum