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1 (1854)
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Extractum Digitalis. — Extractum Dulcamara«.

und halb muss ich selbst die Verantwortung dafür übernehmen. Die Vorschrift,erst mit Spir. Vin. rectificalus , dann mit gleichem Gewichte desselben Wein-geistes und Wasser auszuziehen, ist ohne Zweifel aus meiner Pharmacopoeauniversalis entnommen, wo sie bei Extractum Angelicae (pag. 385) ausführlichbeschrieben ist. Bei Extractum Corticum Aurantorium der Pharmacopoea univer-salis ist auf Extractum Angelicae verwiesen. Bei diesem ist vorgeschrieben, mitder doppelten Menge Spir. Vin. rect. zu übergiessen. Dieses Gewichtsverhält-niss bezieht sieh indessen nur auf die holzige Wurzel der Angelica , welchenicht anschwillt, und mit 2 Theilen rectificirten Weingeist übergössen, vollkom-men eingeteigt werden kann. Da es aber schon bei dieser Vorschrift, die derReihe nach die erste dieser Art war, da Angelica. mit A anhebt, im Sinne lag,der Kürze wegen bei ähnlichen Exlraetcn auf das Extractum Angelicae zu ver-weisen, so wurde für solche Kxtracte, wo das doppelte Gewicht Weingeist nichtausreichte, um ganz einzuteigen, der Zusatz vel quantum saus ut parum supere-mineat, gemacht. Bei Exlr Angelicae sind 2 Pfund Spir. Vin. rect. auf 1 Pfundder Wurzel als Minimum gesetzt, dabei aber gesagt, dass der Weingeist in je-dem Falle überragen müsse. Für jedes andere Extract, bei welchem auf dieVorschrift des Extr. Angelicae verwiesen ist, gilt natürlich auch dieselbe Bedin-gung des Einteigens, ohne welches keine reichliche Extraction möglieh ist.Ich muss deshalb die Pharmacopoea universalis in Betreff des Mangels an Flüs-sigkeit bei der Vorschrift zu Extr. Corticis Aurantu der preussischen Pharmacopoei ür entschuldigt halten.

Das Pomerauzenschalencxtract ist sehr haltbar, auf Papier gestrichen, fastgelb von Farbe, von angenehmem Gerüche nach den Schalen und starkem, bit-terem, gewürzhaftem Geschmackc.

Es löst sich wegen seiner harzigen und ätherisch-öligen Bestandteile nurmit trüber Lösung in Wasser auf. Es eignet sich besonders zu Pillenmassen.

Extractum Digitalis. $incjcrl)ttta:trach

Es werde aus den frischen Blättern und blühendenZweigen des Fingerhutes wie das Eatractum Aconiti bereitetund sorgfältig aufbewahrt.

Es sei von dunkelbrauner Farbe, die wässerige Lösung braungelb, etwas trübe.

Siehe Extractum Aconiti.

Extractum Digitalis siecum seu pulveratum. Xrotfcneßober gepubertcö Sincjcifyutcrhact.

Es werde aus dem Eingerhutextract wie Extractum Aconitisiecum bereitet und mit Sorgfalt aufbewahrt.

Vergleiche Extractum Aconiti siecum, die zweite Vorschrift.

Extractum Dulcamarae. S8ftt«rfüf?e*tract.

Es werde aus den Stengeln von Bittersüss wie ExtractumAbsinthii bereitet.

Es sei von braunschwarzer Farbe, mit Wasser eine braune, klare Lösunggebend.