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304 Decoctiun Zittmanni fortius.
Decoctum Zittmanni fortius.@tatfcä &ittmam''f<fyrt 3)ecoct.
Nimm: Zerschnittene Sarsap arillawurzel zwölf Unzen,giesse darauf
gemeines Wasser zweiundsiebzig Pfund,und stelle es vierundzwanzig Stunden hin.Nachdem noch hinzugefügt sindweisser Zucker,
Alaun, in Pulverform, von jedem sechs Drachmen,Calomel eine halbe Unze,präparirter Zinnober eine Drachme,alle in einem leinenen Säckchen eingebunden, so koche man, bisvierundzwanzig Pfund übrig geblieben sind; gegen Ende des Ko-chens füge noch hinzu
gemeinen Anissamen,
Fenchelsamen, gestossen, von jedem eine halbe
Unze,Sennesblätter drei Unzen,
zerschnittene Süssholz wurzel anderthalbUnzen.Presse aus und colire. Die erhaltene Flüssigkeit stelle eineZeit lang bei Seite und giesse ab.
Das Zittmann'sche Decoct ist ein Testimonium ■paupertatis der Medioin.Neun Stoffe durcheinander; welcher wirkt? Solche Formeln müssen freilichmit ihrem ganzen Zopfe beibehalten werden. Das merkwürdigste an demZopfe ist der Beutel, der saeculus linteus. Zwei Stoffe seines Inhaltes lösensich ohne Weiteres auf, der dritte erleidet eine zweifelhafte, der Grosse nachunbekannte Zersetzung, der vierte entschieden gar keine. Fein präparirte Kör-per, wie Calomel und Zinnober, streuen viele Stauhöhen durch die Fasern desLinnenzeuges, und es hängt von dessen Gewebe ab, wie viel durch die Faserndurchgeht und sich der Flüssigkeit beimengt. Die Vorschrift lässt 48 PfundWasser verkochen, um 24 übrig zu behalten. Wir gehen nun zur Bereitungüber.
Die Pharmacopoe sagt nicht, in was für einem Gefasse das Kochen gC"schehen soll, wahrscheinlich, weil dies in der ursprünglichen Vorschrift auchnicht steht. Allein nun bleibt die Sache der Willkür überlassen und es müssenUngleichheiten in der Praxis eintreten. Um diese zu vermeiden, hatte die Naturdes Gelasses genauer bestimmt werden müssen. Kupferne und messingene, oderverzinnte kupferne Kessel sind die am häufigsten vorhandenen Gelasse. Mög-licher Weise können sie von dein durchgefallenen Calomel und dem durch Zer-setzung gebildeten Sublimat oberflächlich während der langen Dauer der Ko-chung angegriffen und dadurch ein Theil des gelösten Quecksilbers gelallt wer-den. In noch höherem Grade wurde dies bei blanken eisernen Kesseln derFall sein. Es scheint demnach das Passendste zu sein, porcellanene oder stein-