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1 (1854)
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363
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Extractum Ferri pomatum. — Extractum Fiiicis aethereum. 363

Extraktum Ferri pomatum. (gifentyattigeS &epfelettra<±

Nimm: Saure, unreife, geschälte und zu einem Breizerstossene Aepfel sechs Pfund;füge hinzu

zusammengewickelte Eisendrähte ein Pfund.Lasse sie acht Tage unter öfterem Umrühren und unter Ersatzdes verdampften Wassers im Dampfbade stehen. Alsdann presse,nachdem die Drähte herausgenommen sind, in der Presse gut aus.Die durch Ansetzen und Coliren gereinigte Flüssigkeit soll in Por-cellangefässen im Waeserbade bei G0» R. (75° C.) unter bestän-digem Umrühren zur Extractconsistenz gebracht werden.

Dieses Extrnct soll in vier Theilen desti Hirten Wassersgelöst, die Lösung filtrirt werden, und im Dampf bade bei einer60o R. (75o C.) nicht übersteigenden Temperatur unter beständigemUmrühren verdampfen.

Es sei von schwarzer, etwas gröblicher Farbe, gebe mit Wasser eineschwarze, klare, erst siiss, dann zusammenziehend schmeckende Lösung.

Die unreifen Aepfel enthalten ansehnliche Mengen freier Pflanzensäuren,namentlich an Aepfelstare. Diese lösen metallisches Eisen in der Warme unterEntwicklung von Wasserstoffgas zu einem Eisenoxydulsalz. Dieses ist farblos.Unter Zutritt von Luft nimmt es daraus Sauerstoffgas an und verwandelt sichin ein Oxydsalz, welchem die eigentümliche dunkle Farbe der Flüssigkeit zu-kommt. Es ist ganz falsch, was in einigen Büchern steht, dass der Zutritt derLuft die Lösung des Eisens befördere, ja bedinge. Fertiges Eisenoxyd ist inPflan-zensäuren weit schwieriger löslich als metallisches Eisen. Der aufgelockerte Breibefördert die Oxydation des gebildeten Oxydulsalzes ungleich mehr, als, nachder früheren Vorschrift, die glatte Oberfläche des ausgepressten Saftes. Nachder Tiefe der Färbung beurtheilt man das Fortschreiten der Arbeit, und diesesfindet bei Anwendung von Brei, dessen obere Schichten häufig austrocknen, sehrrasch Statt.

Hie rharmacopoe befiehlt zusammengewickelten Eisendraht anzuwenden.

Draht besteht aus dem reinsten Eisen, weil alle Zusätze des Eisens dasselbespröde und zum Ausziehen in Drahtform untauglich machen. In dieser Bezie-hung ist die Vorschrift zweckmässig. Man hüte sichwelche meistens auch Feile " "' ' Tr -"-

u„;^, 8 . — »..« o..„ vor gemeiner Eisenfeile,weicne meistens auch Feile von Messing und Kupier enthalt. Diese Metallesind nur unter Zutritt von Luft in Pflanzensäuren löslich, obgleich bei demLeberschusse von metallischem Eisen kaum eine Auflösung von Kupfer zu be-fürchten steht, weil Kupfersalze von Eis»" »«■»*«♦ werden. Das Eindampfeidarf nur in Porcellangefässen geschehen-.

rschusse von metallischem Eisen kaum eine ivunosung vu» —»i"~ -- "-iten steht, weil Kupfersalze von Eisen zersetzt werden. Das Eindampfe:f nur in Porcellangefässen geschehen.Dieses Extract ist ein sein- beliebtes, leicht assimilirbares Eisenmittel.

Extractum Fiiicis aethereum. 2fctl)erifcbeä ftattntxant*

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Es werde aus frisch getrockneter und gepulverter Wurzel des

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