Extractum Corticis Aurantii.
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«erden. Die erhaltenen Flüssigkeiten sollen zur Consistenz des
Wermuthextractes eingedickt werden.
Es soll eine gelbbraune Farbe haben, und mit Wasser eine trübe Lösunggeben.
Bei der Bereitung dieses Extractcs stellt sieh der Vorzug der neuen Berei-•ungsmethode vor der älteren sehr auffaVlend heraus. Man erhält mit geringererMühe ein viel schöneres, kräftigeres Extract und in bedeutend grösserer Menge.
Zu der obigen Vorschrift habe ich noch Folgendes zu bemerken. Die Phar-macopoe schreibt vor, auf 1 Ptünd Pomeranzenschalen 3 Pfund Spiritus Yinirectificatus aufzugicssen. Dies ist zu wenig, wenn die Cortice,? Aurcmtiorumrichtig verkleinert sind. Dieselben dürfen nicht zu grossen Stücken zerstossenoder zerschnitten sein, sondern müssen in ein gröbliches Pulver verwandelt unddurch ein Pferdepulversieb abgesehlagen werden. Nur in diesem Zustande vonVerkleinerung läs.st sieh die ganze Menge des Extractcs aus den Schalen aus-ziehen. In diesem Falle reicht jedoch das dreifache Gewicht von Spir. Vini rect.Dicht hin, die Schalen vollkommen zu benetzen, de sie sehr anschwellen und ineine zitternde, fast gelatinöse Masse übergehen.
48 Unzen gröbliches Pomcranzenschalenpulver wurden mit 144 Unzen90proc. Spiritus und 144 Unzen Wasser Übergossen. Bei dieser Menge desMenstruums, welche das Doppelte der in der Pharmacopoc angegebenen beträgt,schwamm noch nicht em Tropfen Flüssigkeit über den Species, sondern alles war'ibsorbirt und zu einer schlüpfrigen Masse angeschwollen. Nach mehreren Tagender Digestion wurde ausgepresst, und von den 288 Unzen Flüssigkeit 240 Unzendurch Auspressen erhalten. Diese wurden filtrirt und der Spiritus durch De-stillation davon abgezogen. Es wurden 120 Unzen Spiritus von 88 Procent ge-wonnen.
Die übrig bleibende Flüssigkeit wurde unter Thätigkeit der Rührmaschineeingedampft. Sie gab 14 Unzen Extract. Die abgezogenen 120 Unzen Spiri-tus wurden mit gleich viel Wasser auf die ausgepressten Kuchen gebracht,wieder digerirt, gepresst, filtrirt und eingedampft. Es wurden noch 4% UnzenExtract erhalten.
Die zuerst extrahirte Flüssigkeit wurde deshalb besonders abdestillirt, um nichteine zu grosse Menge Weingeist mit dem Gerüche der Orangenschalen zu behaf-ten. Das Eindampfen beider Phlegmata hätte zusammen geschehen können; eswurde aber absichtlieh getrennt vorgenommen, um das I'roduct der einzelnenAuszüge besonders bestimmen zu können. Es ging aus dem Resultate hervor,dass % der ganzen Extractmenge gleich auf den ersten Auszug erhalten werden,und nur V 4 auf den zweiten Auszug. Die Menge des gewonnenen Extractcs be-trug 18% Unzen auf 48 Unzen Schalen oder 38,54 Procent. Bei einer anderenBereitung aus dem vorigen Jahre, die ich in meinen Notizen bemerkt finde,wurden aus 112 Unzen Schalen 43 Unzen eines vortrefflichen Extractes gewon-nen. Dies beträgt auf die Schalen berechnet, 38,39 Procent. Ein drittes Malgaben 88 Unzen Cort. Aurantior. in drei Auszügen 18, 12% und 4%, zusammen34% Unzen eines vortrefflichen Extractes. Die Menge entspricht 39,48 Procent.Die Uebcreinstimmung dieser IVäparationen aus ungleichen Mengen Substanz,aus verschiedenen Schalen und zu verschiedenen Zeiten ist sehr auffallend. Siezeigt eine Gleichförmigkeit der Resultate, die auf die Methode einen günstigenRückschluss zu machen erlaubt.
Ich kann mir kaum erklären, wodurch es gekommen ist, dass die Pha ™^"copoo eine so unzureichende Menge Lösungsmittel vorgeschrieben hat.Mohr, Commentar. 28 *
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