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Ferrum oxydulatum nigrum.
68,82 Eisenoxyduloxyd,22,84 metall. Eisen,8,34 Kohle,
auf
100,00
Dieses Gewichtsverhällniss entspricht beinahe 3 M.-G. Eisen
2 M.-G. Oxyduloxyd. *)
Prüfung, a) Der durch Präcipitation bereitete Eisenmohrbildet eine rabenschwarze Masse, die fein zerrieben einen schwa-chen Stich ins Bräunliche hat, und weder Geruch noch Geschmackbesitzt. In Salzsäure löst er sich ruhig und mit grosser Leich-tigkeit auf, ohne einen Rückstand zu hinterlassen; die Auflösungbesitzt eine gelbliche Farbe, b) Der durch Glühen bereitete Ei-senmohr stellt gleichfalls eine schwarze geruch- und geschmack-lose Masse dar, die auch als Pulver völlig schwarz erscheint.In Salzsäure löst er sich, jedoch schwerer als jener, und mitZurücklassung von Kohle auf; auch erfolgt die Auflösung nichtruhig, sondern, wegen des vorhandenen metallischen Eisens, unterEntwicklung von Wasserstoffgas. Besitzt dieses Gas den Geruchnach faulen Eiern und bringt es, in eine Auflösung von essig-saurem Blei geleitet, eine schwarze Trübung (Sehwelelblei) her-vor, so enthält es Schwefelwasserstoff, dessen Aultreten von derGegenwart eines Schweleimeta 11s im Aethiops herrührt. Warnämlich das zur Darstellung des Aethiops dienende, mittelst einesfixen Alkalis bereitete Eisenoxydhydrat nicht sorgfältig ausgewa-schen, so reducirt sich das ihm anhängende schwefelsaure Alkalidurch den Kohlenstoff des Oeles zu Schwefelkalium oder Natrium,welches von der Salzsäure, unter Entwicklung von Schwefel-wasserstoff, in Chlormetall verwandelt wird. — Spielt die Farbeder Präparate merklich ins Braune oder Rothliche, so enthaltensie, ausser dem Oxyduloxyd, noch freies Oxyd. Einen Ge-halt von Kupfer zeigt überschüssiges Ammoniak in der salzsau-ren Lösung durch die eintretende blaue Färbung der überstehen-den Flüssigkeit an.
*) Von constanterer Zusammensetzung und frei von metallischem Eisen istder Eisenhammerschlag. 100 Theile eines ganz irischen enthielten54,26 Eisenoxydul, 40,14 Eisenoxyd und 5,60 Kieselerde und Kohle.Die relativen Mengen von Oxydul und Oxyd entsprechen der Formel3 Fe 0 + Fe s 0 3 .