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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Jodum hromatum.

Jfodum bromatum.

(Jodbromid, Bromjod.)Formel: JBr 3 + xHO.

Bereitung, a) Mittelst Brom. 1 Theil Jod reibe man mit3 T heilen Wasser zu einem Brei an, giesse denselben in einengläsernen enghalsigen Kolben, welcher wenigstens 80 Th. Was-ser fasst, setze hierauf 2 Theile Brom hinzu, schüttle bis zurvollständigen Lösung und Vereinigung beider, verdünne die dun-kelbraune Lösung noch mit so viel Wasser, dass sie im Ganzen60 Theile ausmacht, flltrire nötigenfalls und bewahre sie in einemmit Glasstöpsel verschlossenen Glase an einem dunkeln Orte auf.

b) Mittelst Bromkalium. Das Bromjod lässt sich auch autfolgende Weise darstellen. 3 Theile zerriebenes Brom-kalium und l'/j Theile Braunstein vermenge man miteinander, schütte das Gemenge in einen Glaskolben mit langemengem Halse, giesse auf dasselbe eine zuvor erkaltete Mischungvon i Theilen concentrirter Schwefelsäure und 4 Thei-len Wasser, verstopfe sogleich den Kolben mit einem gut-schliessenden Korke, in welchen der kürzere Schenkel einerzweimal rechtwinklig gebogenen Glasröhre eingefügt ist, ver-schliesse die Fugen noch mit Kitt und Blase, leite den langemSchenkel der Glasröhre in ein geräumiges Glas, worin sich\ Theil Jod mit 3 Theilen Wasser abgerieben befinden, unterdas Wasser, umgebe das Glas mit kaltem Wasser oder Schnee,und erhitze den Kolben so lange, als sich noch rothe Dämpfedaraus entwickeln. Die dunkelbraune Lösung in dem Glase bringeman, wie oben, durch Zugiessen von Wasser auf 60 Theile u. s. w.

Vorgang, a) Jod und Brom vereinigen sich sehr leicht miteinander; in dem oben angegebenen Verhältnisse 1 : 2 erhält maneine tiefbraune Solution, worin auf 1 M.-G. Jod 1586 nurum ein Geringes mehr als 3 M.-G. Brom = 3000 enthalten sind,und welche sich mit Wasser beliebig verdünnen lässt. DurchFiltriren werden etwaige Unreinigkeiten des Jods entfernt.

b) Kommen Bromkalium, Braunstein und Schwefelsäure zu-sammen, so tritt die Hälfte des Sauerstoffs des Braunsteins andas Kalium, das Kali vereinigt sich mit 2 M.-G. Schwefelsäure zusaurem schwefelsaurem Kali, das gebildete Manganoxydul miti M.-G. Schwefelsäure, und das Brom entwickelt sich frei.1 M.-G. KBr, 1 M.-G. Mn0 2 und 3 M.-G. S0 3 + HO bilden: