u
Oxyacanthintim.
eo»
3 M.-G. Krystallwasser enthalten) tritt derselbe Umstand ein, wiebei der Krystallisation des doppellschwefelsauren Kalis. Zuerstnämlich schiesst neutrales schwefelsaures Natron, und erst, wenndie Lauge bedeutend mehr als 2 M.-G. Säure enthält, zweifachschwefelsaures Natron an. Auch die Kryslalle sind vor dem Zu-tritt der Luft sorgfältig zu verwahren.
Vorgang. Ueber die Bildung des doppellschwefelsauren Na-trons aus dem Kochsalz und Salpetersäuren Natron enthalten dieArtikel „Acidum muriaticum" und„Acidum nitricum" die nöthigenAufschlüsse. — Kommt zu i M.-G. neutralem schwefelsauremNatron noch 1 M.-G. Schwefelsäure, so entsteht zweifach schwe-felsaures Natron; 2015 Theile des erstern im krystallisirlen oder890 Theile im wasserfreien Zustande nehmen also Gl 3 TheileSchwefelsäurehydrat auf.
Prüfung. Das doppeltschwefelsaure Natron erscheint alsweisses krystallinisches Pulver oder in vierseitigen langzugespitztenSäulen, ist geruchlos und schmeckt sehr sauer. An der Luftzieht es Feuchtigkeit an und zerfliesst allmählig; hiebei zersetztsich aber zu gleicher Zeit das Salz in neutrales und in freieSchwefelsäure, denn setzt man es, auf Druckpapier ausgebreitet,der Luft aus, so zieht sich eine sehr saure Flüssigkeit — freieSchwefelsäure und darin aufgelöstes neutrales Salz — in dasPapier, und zuletzt bleibt auf demselben neutrales Salz liegen. Zuseiner Auflösung bedarf das Salz kaum 2 Theile kaltes und % Th.heisses Wasser. Weingeist entzieht ihm das zweite M.-G. Säureund hinterlässl neutrales Salz. Etwaige Verunreinigungen werden.wie beim vorigen Präparate, ausgemittelt.
Oxyacanthinum.
(OxyaccmthinJ
Formel: ?
Bereitung. Die bei der Darstellung des Berberins(S. 243) erhaltene Mutterlauge verdünne man mit ihrerzwanzigfachen Menge Wassers, und setze so lange eineAuflösung von kohlensaurem Natron hinzu, bis keine Trü-bung mehr erfolgt. Den bräunlichen flockigen Niederschlag be-freie man von der anhängenden braunen Lauge durch Absetzen-
39