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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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356
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Ferrum oxydulatum nigrum.

Schwefelsäure und 4 I heilen Salpetersäure von l ; 20spec. Gewicht in schwefelsaures Eisenoxyd, verdünne die Solutionmit viel Wasser, vermische sie mit einer Auflösung von 8 Thei-len Eisenvitriol in 32 Theilen Wasser, und setze so langeätzenden Ammoniakli<poj hinzu, als dadurch eine. Fällungentstellt. 24 Theile in Arbeit genommene! Eisenvitriol bedürfengegen 42 Tlieile Ammoniak von 0,900 spec. Gewicht. Denschwarzen Niederschlag befreie man durch wiederholtes Abselzen-lassen und Dekantiren von der anhangenden Salzlauge, sammleihn auf einem Filter, trockne ihn in gelinder Wärme aus, undbewahre ihn in einem verschlossenen Glase auf. Er wird gegen7 Theile wiegen.

b) Auf trocknem Wege. Eine beliebige Menge Eisen-oxydhydra) (jla es ziemlich gleichgültig ist, welches Hydratgenommen wird, so bediene man sich des anderthalbfachen,als des billigsten) zerreibe mau in einem eisernen Morser zueinem feineu Pulver, setze nach und nach so viel Leinöl hinzu,dass das Pulver vollständig davon durchdrungen wird und nachanhaltendem Durcharbeiten eine bröckliche Paste darstellt, —heinahe die Hälfte vom Gewicht des Hydrats Oel wird dazu aus-reichen —, drucke die Masse in einen Graphittiegel ein, welcherso geräumig ist, dass 1 / s seines Inhalts leer bleibt, bedecke den-selben mit einem Ziegelslein, befestige diesen noch mit Draht undverstreiche die Fugen, bis auf eine kleine Oeli'nung, mit Lehm.Nachdem das Lutum getrocknet ist, setze man den Tiegel aufeinen Ziegelslein in einen gut ziehenden Windofen, gebe im An-fange gelindes Kohlenfeuer, verstärke dasselbe aber, sobald Rauchund Flamme nicht mehr aus der Oeffnung kommen, bis zumRothglühen des Tiegels, und erhalle ihn darin 1 / 2 Stunde lang.Nach dem vollständigen Erkalten öffne man den Tiegel, zerreibedie schwarze Masse zu einem feineu Pulver und bewahre diess ineinem verschlossenen Glase auf. Die Ausbeute beträgt von G Th.des anderthalbfachen Eisenoxydhydrats 4% bis 5 Theile.

Vorgang, a) Die Art der Bildung des schwefelsauren Eisen-oxyds ist aus dein Frühem genügend bekannt. Wird demselbenhalb so viel schwefelsaures Eisenoxydul hinzugesetzt, als die-jenige Menge beträgt, woraus es bereitet wurde, so erhält maneine Verbindung von gleichen Mischungsgewichten schwefelsauremEisenoxydul und schwefelsaurem Eisenoxyd —. (FeO -j- SO.j)4- (Fe ä O g 4- 3 SO ;! ). Ammoniak schlägt daraus das Oxydul