Cuprum oxydulafum.
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Von 7 Theilen krystallisirtem schwefelsaurem Kupferoxyderhält man 2 Theile Kupferoxydul.
Vorgang, a) Wird metallisches Kupfer bei Zutritt der Luftgeglüht, so zieht es den Sauerstoff derselben an und verwandeltsich zunächst in Kupferoxydul; die äusserste Schicht des letzternüberzieht sich aber sogleich mit einer feinen Lage Oxyd, welchedas darunter liegende Oxydul vor der weitern Einwirkung desSauerstoffs schützt. Der mit Sauerstoff verbundene Antheil desKupfers lässt sich leicht von dem Metall ablösen, und bildet kry-stallinische ßlättchen, die zerrieben ein grau-karmoisinrothes glän-zendes Pulver darstellen. Wird das Metall zu wiederholten Malenauf dieselbe Weise behandelt, so erhält man in kurzer Zeit einebedeutende Menge Oxydul, welches freilich nicht ganz frei vonOxyd, aber zu technischen Zwecken, z. B. zur Rothfärbung desGlases sehr geeignet ist. Der Gehalt an Oxyd beträgt darin nachmeinen Versuchen etwa '/«,.
b) Wenn zu einer Auflösung von schwefelsaurem Kupferoxydätzendes Kali gesetzt wird, so entsteht anfangs ein hellgrüner Nie-derschlag von basisch-schwefelsaurem Kupferoxyd, indem 2 M.-G.Kali von 3 M.-G. des Kupfersalzes 2 M.-G. Säure aufnehmen und2 M.-G. neutrales schwefelsaures Kali bilden.
2 M.-G. KO und 3 M.-G. CuO + S0 3 + 5 HO bilden:2 M.-G. KO + S0 3 , 1 M.-G. 3 CuO + S0, + 3HO u. 12 M.-G. HO.Durch weitern Zusatz von Kali zerlegt sich aber auch das basisch-schwefelsaure Kupferoxyd in hellblaues Kupferoxydhydrat und freieSchwefelsäure, welche letztere ebenfalls an das Kali tritt, währenddas Kupferoxydhydrat, selbst bei Anwendung eines grossen Ueber-schusses von Kali, ungelöst bleibt.1 M.-G. KO und 1 M.-G. 3 CuO + S0 3 + 3 HO bilden.i M.-G. KO + S0 :j und 3 M.-G. CuO + HO.Enthält aber die Auflösung eine gewisse Quantität Milchzucker, sobildet sich kein permanenter Niederschlag von Kupferoxydhydrat,sondern dieses löst sich in überschüssiger Kalilauge mit dergrössten Leichtigkeit zu einer tiefblauen Flüssigkeit vollständigauf, und bildet gleichsam ein kupfersaures Kali. 3 M.-G. Kupfer-oxydhydrat erfordern zu diesem Zwecke 3 M.-G. Kali und etwa2 M.-G. krystallisirten Milchzucker (G 18 H n 0 K )-
Im Ganzen bedarf man also: 3 M.-G. Kupfervitriol = 4677Theile, 2 M.-G. Milchzucker = 4500 Theile und 0 M.-G. was-serfreies Kali = 3540 Theile oder 13G15 Theile Aetzkalilauge