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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Cuprum oxydatum sulphuiicum ammoiriatum. 315

ab und entweicht als schweflige Säure, während das gebildeteKupferoxyd sich mit dem andern Theile Schwefelsäure vereinigt,1 M.-G. Cu und 2 M.-G. S0 3 bilden:1 M.-G. CuO + S0 3 und 1 M.-G. SO,.396 Thcilc Kupfer erfordern also 1226 Th. conc. Schwefelsäure.Die Erfahrung lehrt aber, dass diese Quantität Säure nicht aus-reicht, weil während des Kochens auch eine Portion Säure im-zersetzt entweicht; und selbst bei einem grossen Ueberschuss anSaure findet man im Rückstande neben dem gebildeten schwefel-sauren Kupferoxyde noch freies, mehr oder weniger oxydirtesKupfer. Dieses Verfahren zur Darstellung des Kupfervitriols kanndaher nicht unbedingt und nur in dem Falle empfohlen werden,wenn die entweichende schweflige Säure irgend eine nützlicheVerwendung, z.B. zum Bleichen der Schwämme u.s.w., gestattet.Prüßng. Das schwefelsaure Kupferoxyd bildet lasurblaue,durchsichtige, schief rhomboidische Krystalle, ist geruchlos undbesitzt einen zusammenziehenden ekelhaft metallischen Geschmack.An der Luft beschlägt es nach und nach, durch Entweichen vonetwas Wasser, weiss. In der Hitze schmilzt es, verliert erst seinWasser und hinterlässt einen fast weissen Rückstand, welcher imGlühen auch die Säure verliert und schwarzes Oxyd bildet. Eslost sich in 3% Theilen kalten und in gleichen Theilen kochen-den Wassers, nicht in Weingeist, auf; die Lösung reagirt sauer.Der gemeine (käufliche), aus Kupferkiesen bereitete Vitriol ent-hält mehrere Verunreinigungen, vorzüglich E i s c n o x y d and Zink-oxyd, welche auf die bei Cuprum carbonicum angegebene Weiseerkannt werden.

Cuprum oxydatum sulphuricumammoniatum.

(Cuprum sulphurico-ammoniatum, Cuprum ammoniacale. Schwe-felsaures Kupferoxyd-Ammoniak.)

Formel: (NH 4 0 + S0 3 ) + (NH ;i + CuO).

Bereitung. Eine beliebige Menge schwefelsaures Ku-pferoxyd reibe man in einem porcellanenen Mörser fein undsetze so lange ätzenden Ammoniakliquor hinzu, bis dasSalz vollkommen aufgelöst ist. 1 Theil Vitriol bedarf gegen IITheile Ammoniak von 0,960 spec. Gewicht. Die Solution giesse