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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Cuprum oxydafum sulphuricum ammoniatum.

man in einen gläsernen Cylinder, in welchem sich ihr doppeltesGewicht Weingeist von 80% befindet, mische die Flüssig-keiten gut durcheinander, lasse das dadurch gebildete blaue kry-stallinische Pulver gut absetzen, sammle es auf einem leinenenSeihetuch, presse die anhängende Flüssigkeit ab, breite das Salzauf vielfach zusammengelegtem Druckpapier aus, behandle esunter öfterer Erneuerung des Papiers so lange auf diese Weise,bis es völlig trocken geworden ist und bewahre es in einem gutverschlossenen Glase auf. Die Ausbeute beträgt fast ebenso vielals der in Arbeit genommene Vitriol wog. Wünscht man dieVerbindung in grossen Krystallen zu haben, so giesse man zuerstdie ammoniakalische Solution in den Glascylinder, dann den Wein-geist mit der Vorsicht darauf, dass beide Flüssigkeiten sich nichtvermischen, und lasse den Cylinder, mit Blase verbunden, meh-rere Wochen lang an einem kühlen Orte stehen. Hierauf mischeman alles wohl durch einander und sammle das Salz, wie vorhinangegeben wurde.

Vorgang, Um den bei der Einwirkung des Ammoniaks aufdas schwefelsaure Kupferoxyd stattfindenden Process besser über-sehen zu können, denke man sich das Salz in Wasser aufgelöst.Wird zu dieser Auflösung Ammoniak getröpfelt, so entsteht eingrünlicher Niederschlag, der aber durch einen grössern Zusatzvon Ammoniak mit der grössten Leichtigkeit zu einer dunkellasurblauen Flüssigkeit aufgelöst wird. Der grüne Niederschlagbildet sich auf die Weise, dass zu 1 M.-G. wasserfreiem schwe-felsaurem Kupferoxyd 1 M.-G. Ammoniak tritt; derselbe ist alsozusammengesetzt aus: NH 3 -J- CuO -f- S0 3 . Beim Auflösen inAmmoniak bindet er noch 1 M.-G. desselben und 1 M.-G. Wasser,und kann dann als eine Verbindung von schwefelsaurem Ammo-niumoxyd und Kupferoxyd-Ammoniak =

(NH 4 0 + S0 3 ) + (NE, + CuO)betrachtet werden. Gemäss seinem Verhalten in der Wärme (eshinterbleibt nämlich, wenn die Hitze nicht zu stark war, neutralesschwefelsaures Kupferoxyd) könnte man den Körper auch als eineVerbindung von 2 M.-G. Ammoniak, 1 M.-G- schwefelsauremKupferoxyd und 1 M.-G. Wasser =

2 NH 3 + (Cu + S0 3 ) + HOansehen. Man bedarf also, um diesen Körper zu erzeugen, i M.-G.schwefelsaures Kupferoxyd oder 1559 Theile krystallisirten Ku-pfervitriol (CuO + S0 3 + 5 HO) und 2 M.-G. Ammoniak