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Gollodium.
den Nadeln. Bei 100" verliert es sein Krystallwasser (8 Proc), wirdmatt und leicht zerreiblich; bei 177° schmilzt es und bei 384"sublimirt es unzersetzt in weissen Nadeln. Das krystallisirte was-serhaltige CarTeein löst sich bei gewöhnlicher Temperatur in 93Theilen Wasser, 158 Th. Alkohol und 298 Th. Aether; weitgrössere Mengen nehmen aber diese Lösungsmittel auf, wenn sieheiss angewendet werden. Sämmtliche Auflösungen reagiren neu-tral. Gerbesäure schlägt die wässrige Lösung in weissen Flockennieder. Kein anderes der gewöhnlichen Beagentien erzeugt eineTrübung; aber durch eine Lösung von Kaliumquecksilberjodid (er-halten durch Sättigen von Jodkalium mit rothem Quecksilberjodid)entsteht ein weisser Niederschlag, der in kurzer Zeit ein Haufwerkvon weissen glänzenden Nadeln bildet. Andere Alkaloide gebenmit Kaliumquecksilberjodid zwar auch Niederschläge, aber diesebleiben amorph.
Cotlodium.
(Collodion.)
Bereitung. In einen gläsernen Cylinder wiege man 30 Th.concentrirte Schwefelsäure und 20 Theile gepulvertessalpetersaures Kali, vermenge beides durch Umrühren miteiuem Glasstabe, setze dann sogleich 1 Theil gereinigte undaufgelockerte Baumwolle, welche zuvor in der Wärme gutausgetrocknet war, hinzu, lasse dieselbe unter Umrühren höch-stens 5 Minuten lang darin verweilen, bringe sie hierauf in einemit kaltem Wasser gefüllte Schale, wasche sie durch wiederhol-tes Pressen und Erneuern des abgegossenen Wassers gut ausund lasse sie, auf einer Glasplatte ausgebreitet, bei gewöhnlicherTemperatur trocknen. Das trocken gewordene Präparat (wegenseiner explosiven Eigenschaft Schiessbaumwolle genannt) zer-schneide man mit einer Scheere möglichst fein, übergiesse es ineiner Flasche mit seiner dreissigfachen Menge gewöhn-lichen Aethers, schüttle einige Minuten lang tüchtig um, lassedie gallertartige Masse noch einige Stunden unter zuweiligemSchütteln stehen, seihe sie dann durch dichte Leinwand undbewahre das Durchgelaufene in einem gut verschlossenen Glaseauf.
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