Aräometer.
9
Nachstehend finden sich in alphabetischer Ordnungdiejenigen Gerätschaften und Instrumente kurz behan-delt, welche zur sorgfältigen Prüfung der Arzneimittelunentbehrlich oder doch in hohem Grade empfehlens-werth sind.
Aräometer.
Man unterscheidet solche von constantem und solchevon veränderlichem Gewicht.
Erstere tauchen, indem sie ein ihrem eigenen gleichesGewicht von Flüssigkeit verdrängen, um so tiefer ein, jegrösser das Volumen der verdrängten Flüssigkeit, je ge-ringer also deren specifisch.es Gewicht ist, und umgekehrt.
Letztere müssen beim Gebrauch durch Belastung mitGewichten stets bis zu einer fest bestimmten Marke oderTiefe eingetaucht werden; sie verdrängen also, unter die-ser Voraussetzung, immer ein gleiches Volumen vonFlüssigkeit, deren specifisch.es Gewicht um so grössersein wird, je mehr Gewichte erforderlich sind, um dasInstrument bis zu der normalen Tiefe einzusenken, undumgekehrt.
Mit dem constanten Gewicht des Aräometers istalso ein veränderliches Volumen seines eingetauchtenTheiles, mit dem constanten Volumen ein durch Be-schwerung veränderliches Gewicht des Instrumentes ver-bunden. Die nach letzterem Princip hergestellten Instru-mente sind auf ihre Güte und Brauchbarkeit weit leichterals erstere zu prüfen, und geben im Allgemeinen weitgenauere Resultate als diese.
Aräometer von constantem Gewicht sind die sog.Scalenaraeometer, die im grossen practischen Gewerbe-betrieb als Säure-, Soole-, Maisch-, Wein-, Laugen-Prober, Alkoholometer, Saccharometer u. s. w. eine weitverbreitete Anwendung finden. Für den pharmaceutischenGebrauch, wo es sich seltener um Feststellung sog. Grade,