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1 (1875)
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Reaffentien

für Untersuchungen auf trockenem Wege.

Acidum silicicum.

Si0 3 = 45.

Wird im fein vertheilten Zustande bei Zersetzungkieselsäurehaltiger Mineralien, oder bei Bereitung der Kie-selfluorwasserstoffsäure als Nebenprodukt gewonnen, undstellt so, gehörig ausgewaschen und getrocknet, ein weisses,rauh anzufühlendes, nicht an der Zunge hängendes, ge-schmackloses Pulver dar, welches mit Soda in der Lörh-rohrflamme geschmolzen unter Austreibung der Kohlen-säure ein wasserhelles Glas giebt.

Dient zur Entdeckung von Schwefelsäure und schwe-felhaltiger Substanzen überhaupt. Man setzt zu dem Endeetwas von der fraglichen Substanz zu einer, auf Kohleaus Soda und Kieselsäure geblasenen, klaren und farb-losen Perle, die bei Gegenwart von Schwefel-Verbindungenje nach deren Menge gelb, braun oder dunkelroth gefärbtwird. Selen-Verbindungen verhalten sich bei gleicherBehandlung ganz ähnlich, verlieren aber die Färbung beifortgesetztem Blasen. Selbstverständlich darf kein Me-talloxyd vorhanden sein, welches Glasflüsse zu färbenvermag.

Ammonio -JVatrum phosphoricum.

Natrum phosphoricum ammoniatum.NH 4 0, NaO, HO, cPO 5 + 8HO = 209.

Wasserhelle, an der Luft unter Ammoniakverlustoberflächlich verwitternde, sehr leicht schmelzbare, inWasser leicht lösliche, säulenförmige Krystalle, derenLösung beim Erhitzen Ammoniak entwickelt, und mit