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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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Elektrizität.

Um die Flasche bequem laden zu können, ist mit der inneren Belegung eineMetallstange verbunden, die mit einem Knopfe endigt. Man ladet eine solcheLeidener Flasche, indem man die äußere Belegung mit der Erde und den Knopfmit einer Elektrizitätsquelle verbindet. Da die erreichbare Spannung von der

Fig. 141.

Größe der Belegungen abhängt, vereinigt man zweckmäßig melirere Flaschenzu einer sog. Leidener Batterie, indem man die äußeren Belegungen aufeine gemeinschaftliche leitende Unterlage stellt und die Knöpfe der innerenBelegungen miteinander oder mit einem Hauptknopfe verbindet. Ein hand-licher Kondensator von großer Kapazität ist ferner der FlZEAUsche Konden-sator, der namentlich bei Funkeninduktoren zur Anwendung kommt. Er be-steht aus einer großen Zahl paraff in getränkter Papierblätter, die mit Stan-niolstreifen belegt sind; letztere ragen abwechselnd nach einer Seite über diePapierb'lätter hinaus und sind so miteinander verbunden, daß alle paarigenund alle unpaarigen Blätter je eine große Metallbelegung bilden. Fig. 141 zeigtdiese Anordnung sowie die Art der Verbindung mit dem zu- und ableitenden

Drahte.

§167. Influenzelektrisier-maschinen . Diese von Holtzund Topler gleichzeitig er-fundenen Maschinen dienenzur Erzeugung größererMengen von statischer Elek-trizität. In neuerer Zeithaben sich besonders dieselbsterregenden Wims-hurstmaschinen einge-bürgert (Fig. 142). Diesebestehen aus zwei in ent-gegengesetzter Richtung ro-tierenden Glas- oder Hart-gummischeiben, die beides ' ' ' mit zahlreichen Sektoren

aus Stanniol (z. B. ab) beklebt sind. Beide Scheiben werden vonzwei mit Spitzen versehenen Metallgabeln umfaßt, die mit zwei an