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Magnetismus.
rechts (wie beim Rohrzucker usw.), wenn die rechtsherum gehendekreisförmige Bewegung sich schneller fortpflanzt. Diese Drehungder Polarisationsebene ist für die verschiedenen Lichtstrahlenverschieden groß; sie nimmt vom Rot zum Violett zu. Für einund dieselbe Farbe ist sie proportional der Dicke der benutztenQuarzplatte bzw. bei Flüssigkeiten proportional der Dicke ihrerSchicht und ihrer Konzentration. Man kann daher auf diese Weiseden Gehalt von Lösungen an optisch aktiven Stoffen ermitteln. Diehierzu benutzten Polarisationsapparate heißen Polarimeter oderPolaristroBometer 1 ; dienen sie speziell zur Zuckerbestimmung,auch Saccharimeter 2 .
Durch eine l dm lange Schicht einer Zuckerlösung, die in 100 ecm z grZucker enthält, wird die Polarisationsebene des Lichtes z. B. für das gelbeNatriumlicht um den Winkel a = 0,665° -z-l gedreht. Ist a bekannt, soergibt sich daraus ohne weiteres z. Bei den einfachsten Saccharimetcrnwird nun die Zuckerlösung zwischen gekreuzte Nicols gebracht, wodurch (beiAnwendung einfarbigen Lichtes) das bisher dunkle Gesichtsfeld heller wird.Dreht man hierauf den Okular-Nicol so lange, bis das Gesichtsfeld wieder dunkelgeworden ist, so ist dadurch der Drehungswinkel a bekannt. Genauere Resul-tate erhält man, wenn man zwischen beide Nicols eine Doppelquarzplatteeinschaltet. Diese besteht aus zwei aneinandergekitteten, gleichdicken, senk-recht zur optischen Achse geschliffenen Quarzplatten, von denen eine rechts-.die andere linksdrehend ist. Beide Platten erscheinen sowohl bei gekreuztenwie bei parallelen Nicols gleich hell (bzw. bei Anwendung weißen Lichtes gleich
gefärbt); nach Zwischenschaltung der Zuckeriösungwerden sie dagegen ungleich. Der Winkel, um dender Okular-Nicol gedreht werden muß, damit sie
__________ _. wieder gleich werden, entspricht wieder a. Beim
2 1 ÜU SOLEILschen Saccharimeter bleibt der Oku-lar-Nicol parallel zum Polarisator stehen; hier wirdein sog. Kompensator benutzt, um die GrößeFig. 128. der Drehung zu bestimmen. Ein solcher besteht
aus einer rechtsdrehenden Quarzplatte b (Fig. 128)und zwei linksdrehenden Quarzkeilen c, c 1 . Letztere können so gegeneinanderverschoben werden, daß ihre (genau durch eine Mikrometer schraube meßbare)gemeinsame Dicke gleich, größer oder kleiner wird, als die von 6. Da nun dasDrehungsvermögen einer 1 mm dicken Quarzschicht bekannt ist, so ergibt siehdaraus der optische Effekt derjenigen Zuckerlösung, welcher durch den Kom-pensator das Gleichgewicht gehalten wird.
Magnetismus.
§ 148. Definition. Magnetismus 3 wird die ihrem Wesen nachnoch nicht genau erforschte Kraft genannt, welche Körper befähigt.
1 oTgößos das Herumdrehen im Kreise. — 2 saccharum Zucker. —3 Etymologie unsicher; entweder nach dem sagenhaften Hirten MAGNES, odernach der Landschaft Magnesia, oder von fidyca bezaubern.
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