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Elektrizität.
Verhältnis zwischen Elektrizitätsmenge und Potential, x = —.
Die
praktische Einheit der Kapazität wird nach dem großen PhysikerEaraday mit dem Namen Farad bezeichnet. Ein Körper hat dieKapazität 1 Farad, wenn er bei Ladung mit 1 Coulomb das Potential1 Volt annimmt. Gewöhnlich benutzt man jedoch als Einheit dasMikrofarad, den millionsten Teil des Farads. Die elektrische Kapa-zität hängt nicht wie die Wärmekapazität von der stofflichen Be-schaffenheit des Körpers ab, sondern von seiner Größe und Form 1sowie von der Anwesenheit anderer Leiter [vgl. § 167J.
§ 162. Elektrometer. Aus der erwähnten Formel % = ~= folgt
natürlich, daß man jede dieser drei Größen (Kapazität, Elektrizitäts-menge, Potential) kennt, wenn die beiden anderen gegeben sind. So
ist z. B. V = -----. Das bedeutet aber, daß das Potential eines Körpers
x
seiner Ladung proportional ist. Da nun der Ausschlag eines Elektro-skops [§ 159] proportional der zugeführten Elektrizitätsmenge ist,ist er auch proportional dem Potential, zu dem das Elektroskop ge-laden wurde, somit auch proportional dem Potential des ladendenKörpers. Man kann daher mit jedemElektroskop nicht nur Elektrizitäts-mengen, sondern auch Potentiale bzw. Potentialdifferenzen messen,indem man den Ausschlag aus der Ruhelage feststellt, und nennt
den Apparat dann Elektrometer.Bei manchen Elektrometern dientzur Ablesung des Ausschlags eine,gewöhnlich nach Volts geeichte,Skala. Für genaue Messungen, auchkleiner Potentiale, wird viel dasQuadrantelektrometer von LordKelvin (früher W. Thomson) benutzt.Hier befindet sich ein ungefährsohlenförmiges Alumhiiumblättchen zwi-schen vier, kreuzweise miteinander ver-bundenen, metallischen Quadranten, diezusammen eine Art Schachtel bilden(Fig. 135). Werden nun die Quadranten-paare mit den entgegengesetzten Poleneiner Elektrizitätsquelle durch die Leitungen A und B verbunden, also aufgleiche entgegengesetzte Potentiale von bekannter Größe gebracht, während dasAluminiumblättchen mit dem zu untersuchenden Körper verbunden wird, so
Fig. 13.1
1 Setzt man in die Formel x
e e
= für V seinen Wert — ein [§ 160], soV r
ergibt sich x = r. Für isolierte Kugeln ist also die Kapazität zahlenmäßiggleich dem Radius.