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Magnetismus.
auch, daß weiches Eisen nach Aufhören der magnetisierenden Kraftetwas remanenten 1 Magnetismus behält. — Eine dritte Hypo-these über die Konstitution der Magnete wird bei der Elektrizität be-sprochen werden [§ 193].
§ 153. Herstellung von Magneten. Ein Eisenstück zum Magnetenmachen, heißt nach dem Gesagten also weiter nichts, wie seinen Mole-külen eine gleichmäßige Richtung geben. Das gewöhnliche Mittelhierzu ist das Bestreichen mit kräftigen Magneten, der sogenannteStrich. Beim einfachen Strich wird der Pol eines Magneten von derMitte des Stahlstabes nach einem Ende geführt, dort hochgehoben,und dies Verfahren mehrfach wiederholt; dann wird mit dem anderenPol des Magneten von der Mitte aus nach dem anderen Ende mehrfachgestrichen. Beim Doppelsitrich streicht man mit den entgegengesetztenPolen zweier Magnete oder bequemer mit einem Hufeisenmagnetenvon der Mitte nach der einen Seite, dann über den ganzen Stab zurückbis zum anderen Ende, wieder zurück usw., bis man schließlich inder Mitte aufhört. Durch das Streichen nimmt der Magnetismus indesnur bis zu eintr bestimmten Grenze, der magnetischen Sättigung,zu; diese ist erreicht, wenn alle Moleküle gleichgerichtet sind. Da einStab durch Bestreichen nur ziemlich oberflächlich magnetisiert wird,so können dünne Lamellen ebenso stark magnetisch sein wie dickeStäbe. Aus diesem Grunde vereinigt man auch oft dünne Lamellenzu einem Hufeisenmagneten und nennt dks dann ein magnetischesMagazin. Wird ein Stab während des Magnetisierens erschüttert,so wird sein Magnetismus stärker. Erschüttert man aber einen fertigenMagneten, wozu auch das Abreißen des Ankers (d. i. das Eisenstück,welches an die Pole eines Hufeisenmagneten gd> gt wird) gehört, sowird die magnetische Kraft verringert. Man kann dies leicht mittelsder Molekulartheorie erklären. Das Erschüttern lockert den mole-kularen Zusammenhang, befördert also während des Magnetisierensdie Drehung der Moleküle; beim fertigen Magneten wird dagegen diegleichmäßige Richtung dadurch gestört. - Die stärksten Magneteerhält man übrigens durch Elektrizität [§ 193].
§ 154. Tragkraft. Unter der. Tragkraft eines Magneten verstehtman das Gewicht, das seiner Anziehungskraft das Gleichgewicht hält.Die Tragfähigkeil prüft man, indem man an den Anker eines Magnetennacheinander immer größere Gewichte anhängt, bis er schließlichabfällt. Es ist festgestellt, daß die Tragkraft eines Hufeisenmagnetendie doppelte Tragkraft eines seiner Pole übertrifft.
§ 155. Diamagnetismus. Starke Magnete, besonders Elektro-magnete, ziehen nicht nur Eisen, sondern auch andere Körper an;
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remaneo zurückbleiben.