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Optik.
Fig. 122.
gewandelt (Malus). Und zwar ist die Polarisationsebene des re-flektierten Lichts identisch mit der Einfallebene; nach§ 141 erfolgen also die Schwingungen senkrecht zu dieser
und parallel zur Ober-fläche des Spiegels(Fig. 122). Gewöhn-lich findet hierbei nureine teilweise Polari-sation statt; nur wennder Einfallswinkelso groß ist, daß derreflektierte Strahlmit dem gebrochenen einen rechten Winkel bildet, istalles reflektierte Licht polarisiert (Gesetz von Brewster).
Die Größe dieses Polarisationswinkels hängt vom Brechungsexpo-nenten [§ 116] ab. Dieser ist hier (Fig. 123) sina : sin/9. Nun ist a = y und
„ , t, .i s i n a sin a sin a . ,,...,. „ , .
ß -f- y = K. Also —-----= ------ = ------ = ts a. J3ei vollständiger Folarisa-
sin ß cos y cos a
tion ist also die Tangente des Einfallswinkels gleich dem Brechungsexponenten.Weißes Licht kann durch Reflexion stets nur teilweise polarisiert werden, daseine Bestandteile verschiedene Brechungsexponenten, somit auch verschiedenePolarisationswinkel haben.
Auch das durch eine Glasplatte hindurchgegangene, also einfachgebrochene, Licht ist teilweise polarisiert, und zwar steht bei derBrechung die Polarisationsebene senkrecht zu der Ein-f allsebene; die Schwingungen des Lichts erfolgen hier also parallel derEinfallsebene. Das so erhaltene polarisierte Licht ist aber wegen derBeimengung anderen Lichts sehr schwach; verstärkt wird es, indemman es durch mehrere Glasplatten hindurchgehen läßt, da hierbei dasnicht polarisierte Licht durch wiederholte Reflexion beseitigt wird.
Die virschiedene Schwingungsrichtung des reflektierten und durchgelas-senen Dichtes beruht darauf, daß Lichtstrahlen, deren Ätherteilchen senkrechtoder nur wenig geneigt zur Oberfläche der Glasflächeschwingen, leicht in diese eindringen können, währendStrahlen, bei denen die Ätherschwingungen parallel zurGlasfläche erfolgen, reflektiert werden. Um einen rohenVergleich zu gebrauchen, wird ja auch ein Messer, dasmitder Spitzeauf ein Brettfällt,in diesesleicht eindringenkönnen; dagegen wird es zurückprallen, wenn es mit derBreitseite auffällt.
Man kann nach dem Gesagten auch zweiSpiegel als Polarisationsapparat benutzen. Fälltz. B. der Lichtstrahl ab unter dem Polarisations-winkel auf den Spiegel MN (Fig. 124), der hierPolarisator ist, so wird er in der Richtung bc reflektiert, und gleich-