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Optik.
reflektiert wird. Von den beleuchteten Stellen des Präparates gehen dannwieder Beugungsbüsehel (gestrichelt gezeichnet) in das Mikroskop. — MittelsDunkelfeldbeleuchtung kann man noch Teilchen erkennen, deren Durchmesserbis zu herab zu 4 ft« beträgt 1 , vorausgesetzt, daß der Abstand zweier Teilchendem Auflösungsvermögen des Mikroskops entspricht. Das Sichtbarwerdender Teilchen beruht, wie erwähnt, auf Entstehung von hellen Beugungslicht-scheibchen. Diese geben durchaus keinen Aufschluß über die wahre Formund Größe der Teilchen, erlauben aber ihr Vorhandensein und ihre Bewegung,event. auch ihre Zahl festzustellen. Die ultramikroskopische Anwendung derDunkelfeldbeleuchtung ist daher sehr wichtig zum Studium von nicht homogenenMedien (z. B. durch Goldteilchen gefärbte Rubingläser, Kolloide in Lösungenund Zellen), zur Beobachtung der BROWN'schen Molekularbewegung (zitterndeBewegung kleinster in Flüssigkeiten suspendierter Teilchen, hervorgerufendurch Anprall der Flüssigkeitsmoleküle, die sieh analog den Gasmolekülenbewegen) usW. Aber auch für mikroskopische Untersuchungen im engerenSinne ist die Dunkelfeldbeleuchtung wertvoll, da infolge der starken Kontrast-wirkung feinste Objekte (z. B. Spirochaeten, Bakteriengeißeln) auch ungefärbtgut wahrgenommen werden können.
§ 141. Begriff der Polarisation. Polarität wird die Eigenschaftgenannt, daß zwei Enden eines Körpers, die Pole (man denke z. B.an einen Magneten), besondere Eigenschaften gegenüber den anderenSeiten haben. Nach der üblichen Anschauung pflanzt sich nun dasLicht durch transversale Ätherschwingungen fort, und zwar so, daßdie Ätherteilchen in allen möglichen Ebenen — immer senkrecht zurFortpflanzungsrichtung — pendeln. Ein gewöhnlicher Lichtstrahl,dessen Achse senkrecht auf der Ebene des Papiers steht, würde alsoauf dem Querschnitt etwa ein Bild ergeben, wie esFig. 115a andeutet. Demgegenüber schwingen beimgeradlinig polarisierten Lichte, dessen QuerschnittFig. 115 6 zeigt, alle Ätherteilchen nur in einer Ebene,ebenfalls senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung; dieseEbene heißt Schwingungsebene, die zu ihr senk-rechte Polarisationsebene 2 . Man erhält geradlinig(oder linear) polarisiertes Licht aus gewöhnlichem durch Doppel-brechung, ferner durch Spiegelung und einfache Brechung (s. u.).
§ 142. Doppelbrechung. Die Kristalle aller Systeme, mit Aus-nahme des regulären, sind anisotrop 3 , d. h. sie haben in verschie-denen, und zwar besonders in zwei zueinander senkrechten Rich-tungen verschiedene physikalische Eigenschaften (Dichte, Elastizität,
1 Der Durchmesser von Wasserstoffmolekülen ist berechnet worden auf0,1 p/u, von Alkoholmolekülen auf 0,5 m*., von Molekülen der löslichen Stärkeauf 5 ,«,«. Vgl. auch die Zusammenstellung über Lichtwellenlängen im § 135.— 2 Bisweilen wird auch die Schwingungsebene als Polarisationsebene be-zeichnet und umgekehrt. — " a privativum, taos gleich, TQÖitot Richtung,Einrichtung.