Interferenz und Polarisation,
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letzteres nur für Mikrophotographie) anwendet. Das zweite, für die Praxisvornehmlich in Betracht kommende Mittel ist die Benutzung von Immersions-systemen, da in solchen, als optisch dichteren Medien die Lichtgeschwindigkeit,somit auch die Wellenlänge kleiner ist als in Luft [§ 116]. Ist i. die Wellen-länge des angewandten Lichts, n der Brechungsexponent der Immersions-flüssigkeit, so wird in dieser die Wellenlänge l :n. Die äußerste Grenze desAuflösungsvermögens ist gegenwärtig die Erkennung von zwei Punkten, derenAbstand im Objekt 0,1 f. beträgt (Untersuchung mit ultraviolettem Licht von350 ftfi Wellenlänge und mit numerischer Apertur 1,66).
Ultramikroskopie. Dunkelfeldbeleuchtung. In neuester Zeit hatman gelernt, auch Teilchen sichtbar zu machen, die jenseits des mikro-skopischen Auflösungsvermögens liegen. Diese Ultramikroskopie beruhtauf dem Prinzip der Dunkel fei db eleu cht ungi, wobei die Objekte hell aufdunklem Grunde erscheinen und eben infolge der dadurch gesteigerten Kontrast-Wirkung noch zur Wahrnehmung kommen, wo die gewöhnliche Hellfeldbeleuch-tung versagt. Bei dieser Methode erfolgt die Abbildung nicht mittels direkterBeleuehtungsstrahlen, sondern durch Strahlenbüschel, die an den Teilchendes Objekts eine Beugung erfahren und so ins Gesichtsfeld gelangen. Um dieszu erreichen, gibt es verschiedeneMittel. Bei dem zuerst konstruiertenUltramikroskop (SIEDENTOPF undZSIGMONDY 1903) wird das Lichteiner seitlich stehenden sehr starkenLichtquelle L (Fig. 113) durch einenKondensor im Objekt konzentriert,so daß also die direkten Beleuch-tungsstrahlen annähernd recht-winklig zur Mikroskopachse verlaufen und nur die (gestrichelt gezeichneten)Beugungsbüschel ins Mikroskop gelangen. Das hier angewandte Prinzip istanalog demjenigen, das dem Sichtbarwerden der „Sonnenstäubchen" zugrundeliegt. Diese in der Luft suspendierten feinsten Staubteilchen Werden ja in einemBündel Sonnenstrahlen, das in einen nicht zu hellen Kaum eintritt, auch nurdadurch sichtbar, daß das von ihnen abgebeiigte Licht ins Auge des seitlichenBeobachters gelangt. Man kann aber Dunkelfeldbeleuchtung auch bei axialeinfallendem Licht erreichen, wenn man z. B. im Beleuchtungsapparat oderim Objektiv Zentralblenden anbringt und, zurvollständigen Ausschaltung der direkten Beleuch-tung, auch noch die seitlich der Blende ein-dringenden Strahlen durch Totalreflexion ander Oberfläche des Deckgläschens beseitigt.Sehr zweckmäßig hierfür sind die sog. Spiegel-kondensoren, bei denen die Beleuchtungs-
Fig. 113.
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strahlen nach dem Objekt nur durch Spiegelunghingeleitet werden. Fig. 114 zeigt z. B. sche-matisch den Kardioidkondensor der FirmaZEISS. P ist ein Glaskörper mit parabelartig Flg * 114-
gekrümmten Seitenflächen, J die Immersions-
schicht, Oder Objektträger, auf dem das Präparat mit Deckgläschen liegt. Bisteine Zentralblende, welche Strahlen von der Apertur 0 bis 1,1 abhält. Dieausgezogene Pfeillinie stellt den Verlauf eines beleuchtenden Strahlesvor, der an den Seitenflächen des Kondensors sowie im Deckglächsen total