Interferenz und Polarisation,
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in weißem farbige. In der Mitte, also an der Berührungsstelle zwischenPlatte und Linse, herrscht Dunkelheit, da hier die Luftschicht zwargleich Null ist, aber wegen Reflexion am dichteren Medium ein Gang-unterschied von x /. 2 Wellenlänge, also Phasenumkehrung entsteht.
§ 140. Beugung. Mit Interferenz verbunden ist auch die Beides Lichts um den Rand undurchsichtiger Körper. Dringen z. B.parallele Lichtstrahlen durch den sehr schmalen Spalt A B (Fig. 112),so breiten sie sich nach dem im § 62 Gesagtenauch seitlich aus. Läßt man sie durch eine(hier nicht gezeichnete) Sammellinse gehen,so vereinigt diese die einzelnen verschiedengerichteten parallelen Strahlenbündel auf demin ihrer Brennebene angebrachten SchirmeMN in bestimmten Punkten, ohne daß hier-durch der Gangunterschied, den die Strahlenwährend ihres parallelen Verlaufes 1 hatten, ge-ändert wird. BeiAnwendung vonhomogenem
(einfarbigem) Lichte treten nun folgende Erscheinungen auf: An derA B gerade gegenüberliegenden Stelle C kommen alle Elementarweilenohne Gangunterschied, also mit derselben Phase an; hier muß alsoHelligkeit herrschen. An allen anderen Punkten kommen aber dieStrahlen mit einem Gangunterschied an, der um so größer wird, jeschräger die Strahlen auf den Schirm fallen, d. h. je größer der ,,Beu-gungswinkel" wird. Beträgt der Gangunterschied z. B. in D für dieRandstrahlen AD und BD eine halbe Wellenlänge, dann müssen dieseRandstrahlen sich aufheben, da sie genau entgegengesetzte Phasehaben f§ 64], die dazwischenliegenden Strahlen aber nicht; es wirddaher auch in D Helligkeit herrschen, wenn auch geringere als in C.In E dagegen, wo die Randstrahlen AE und BE mit einer Weg-differenz von einer ganzen Wellenlänge ankommen mögen, mußDunkelheit herrschen. Denn wenn F die Mitte von AB vorstellt, soheben sich die Strahlen AE und FE gegenseitig auf, und ebenso derReihe nach die zwischen AF und FB liegenden Strahlen, da immerfür je zwei derselben ein Gangunterschied von l / 2 Wellenlänge besteht.Weiter muß an der Stelle, wo die Randstrahlen mit einem Gangunter-schied von 3 /« Wellenlängen ankommen, wieder Helligkeit herrschen.Denkt man sich nämlich das betreffende Strahlenbündel in drei Teil-bündel zerlegt, deren Randstrahlen je um V 2 Wellenlänge differieren,so müssen nach dem eben Gesagten die beiden ersten Teilbündel sich
1 Der Einfachheit wegen sind in der Figur die Strahlenbündel bereitsvom Spalt AB an konvergent gezeichnet, obwohl sie in Wirklichkeit vom Spaltbis zur Linse aus parallelen Strahlen bestehen.