Dispersion, Absorption, Spektralanalyse.
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geführt, das sind die äußerst zahlreichen dunklen Linien im Sonnen-spektrum. Nach dem oben Gesagten muß es sich hier um ein Ab-sorptionsspektrum handeln. Man nimmt daher an, daß die Strahlendes glühenden Sonnenkerns erst durch eine Metalldampfhülle (sog.Chromosphäre) dringen müssen, bevor sie in den Weltraum gelangen.Die FnAUNHOFERschen Linien, die mit großen lateinischen Buchstaben(die schwächeren mit kleinen) bezeichnet werden, dienen zur Orien-tierung im Spektrum und zur Bezeichnung der entsprechenden Licht-strahlen bzw. Wellenlängen.
Das allgemeine Strahlungsgesetz von KIRCHHOFF, von dem deroben angeführte Satz nur ein Spezialfall ist, bezieht sich auf die gesamte ka-lorische Strahlung [§ 135], von dem die sichtbare Strahlung ja nur einen Teilbildet, und lautet: Für jeden Körper ist das Verhältnis zwischenEmissions- und Absorptionsvermögen eine konstante Größe, undzwar ist es gleich der Strahlung des absolut schwarzen Körpersvon derselben Temperatur und derselben Wellenlänge. Das heißteben: Ist das Emissionsvermögen eines Körpers für irgendein Strahlengebietsehr groß, so muß sein Absorptionsvermögen für dasselbe Strahlengebiet auchsehr groß sein.
Ein absolut schwarzer Körper ist ein solcher, der alle auffallendenStrahlen weder reflektiert noch durchläßt, sondern vollkommen absorbiert..Da also sein Absorptionsvermögen (A) ein Maximum, nämlich = 1 ist, wirdhier das Verhältnis zwischen Emissions- und Absorptionsvermögen E : A = E,so daß der absolut schwarze Körper als Vergleichsobjekt sehr geeignet ist,'worauf die obige Formulierung des KlRCHHOFFschen Gesetzes beruht. In praxiverwendet man zur Herstellung eines absolut schwarzen Körpers metallische,innen geschwärzte Hohlkugeln oder Hohlzylinder mit einer kleinen Öffnung;die durch letztere eintretenden Strahlen werden im Innern wiederholt reflektiertund dabei fast vollkommen absorbiert.
§ 135. Ultrarote und ultraviolette Strahlen. Außer dem sichtbaren,durch die Farben rot bis violett charakterisierten, Spektrum, gibtes auch Ätherwellen bzw. Strahlen, die das Sehorgan nicht reizen,daher unsichtbar bleiben. Diese Strahlen liegen jenseits von rot bzw.violett, heißen daher ultrarote bzw. ultraviolette Strahlen.Für alle diese Strahlen gilt die Formel » = »i [§ 61] = 300000 kmpro Sekunde. Nach der infraroten Seite hin werden die Wellenlängenimmer größer, die Schwingungszahlen kleiner, nach der ultraviolettenSeite zu ist es umgekehrt.
Für rote Strahlen ist annähernd l — 0,8 fi, n = 400 Billionen; für gelbeStrahlen (entsprechend der FRAUNHOFERschen D-Linie oder Natriumlinie)/- = 0,59 f,n = 500 Billionen; für violette Strahlen l = 0,4 fi, n = 800 Bil-lionen. Ultrarote Strahlen sind gemessen worden bis zu l = 343 ft = 0,34 mm,wobei n = 1 Billion. Ultraviolette Strahlen sind gemessen worden bis zul = 0,1 fi, wobei n = 3000 Billionen. Die elektrischen Wellen [§216] habeneine Länge X = 3 mm bis viele Kilometer. Die Röntgenstrahlen haben viel-leicht eine Wellenlänge von 0,01—4 yjt-
Je nach der Substanz, in der sie absorbiert werden, zeigen die