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Optik.
Fig. 101.
mersion). Auf diese Weise fälltdie Brechung des Lichts zwischenObjekt und Objektiv fort, und esgelangen auch solche Lichtstrahlenins Objektiv, die bei Trocken-systemen wegen ihrer schrägenRichtung am Objektiv vorbei-ziehen oder wegen totaler Re-flexion überhaupt gar nicht aus demDeckgläschen austreten würden.Dies geht ohne weiteres aus Fi-gur 101 hervor, die rechts dieVerhältnisse bei einem Trotte,n-
Fig. 102.
System, links bei einenijrnmiersionssystenj zeigt (O Objekt, D Deckgläschen,L Frontlinse). Eine homogene Immersion gibt also lichtstärkere Bilder, vorallem steigert sie aber auch das Auflösungsvermögen (s. o.).
Als zweckmäßigen Ausdruck und Vergleichsmaßstab für diese Lei-stungen hat ABBE den mathematischen Begriff dernumerischen Apertur 1 eingeführt. Man verstehtdarunter den Sinus des halben Öffnungswinkels,multipliziert mit dem Brechungsexponenten des Me-diums, in dem dieser Winkel verläuft. In Fig. 102ist also die numerische Apertur a = n ■ sin u. Das Auf-lösungsvermögen eines Objektivs ist nun direkt pro-portional der numerischen Apertur, die Helligkeit desBildes proportional dem Quadrate der numerischenApertur. Um die Leistungsfähigkeit des Mikroskops zu erhöhen, muß manalso die numerische Apertur möglichst groß machen. Bei Trockensystemenkann ihr Wert theoretisch nicht größer sein als 1, in Wirklichkeit jedoch nichtgrößer als 0,94. Da hier nämlich Luft das Medium ist, ist n = 1 [§ 116]. Wäreu = 90°, so wäre sin u = 1, also auch o = 1. Dies ist aber praktisch unmög-lich, da das Objekt nicht unmittelbar an der Frontlinse liegen kann. Sslbstbei den besten Konstruktionen kann der Gegenstand nur so nahe an die Linseherangebracht werden, daß höchstens U — 70°. sin u = 0,91 wird. Dann "istdie numerische Apertur 1 X 0,94 = 0.94. Dagegen, beträgt bei einer Wasser-immersion (n = 1,33) der Höchst-wert der numerischen Apertur 1,33 X0,94 = 1,25, und bei einer Ölimmei -sion (n = 1,51) wird die numerischeApertur im besten Falle 1,51 X 0,94= 1,43. — [Vgl. hierzu § 140].
§ 127. Fernrohr. Bei denkatoptrischen Fernrohren(auch Reflektoren oder Spie-gelteleskope 2 genannt) wird das durch einen Hohlspiegel erzeugteumgekehrte Bild durch ein Okular betrachtet. Fig. 103 zeigt z. B.die Anordnung von Newton. Hier werden die vom Hohlspiegel
aFig. 103.
1 numerus Zahl; also etwa „zahlenmäßig definierte Öffnung". ? ri,ls fern,axoitico blicken.