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Optik.
selbst parallel bis zur zweiten Hauptebene, dann geht der zur Achse paralleleStrahl durch den zweiten Brennpunkt F'. der andere durch den zweiten Knoten-punkt K'. Im Schnittpunkte ihrer Verlängerung liegt das Bild von b, währenddas von a auf der Hauptachse liegt.
§ 125. Camera obscura. Setzt man vor die Öffnung der optischenKammer [§ 108] eine Sammellinse, so entsteht auf der gegenüber-liegenden Wand ein viel schärferes i^les Bild des betreffenden Gegen-standes. Der Apparat heißt dann Camera obscura. Ihr Wert liegtdarin, daß sie von körperlichen Gegenständen Bilder entwirft, diein einer Ebene liegen. Sie ist der Hauptbestandteil aller photogra-phischen Apparate, kann aber auch zum Zeichnen benutzt werden,wenn man die einfallenden Strahlen an einem um 45£.geneigten Spiegelreflektieren läßt, so daß das Bild dann horizontal liegt. Durch Ver-schiebung der Linse können sowohl ferne wie nahe Gegenstände „ein-gestellt" werden, natürlich nicht gleichzeitig.
Auch das Auge ist eine solche Camera obscura. Hier wird aber die Ein-stellung für verschiedene Entfernungen nicht dadurch bewirkt, daß die Linseder Netzhaut genähert oder von ihr entfernt wird; sondern dieselbe plattetsich durch die Tätigkeit eines Muskels beim Sehen in die Ferne ab, beim Sehenin die Nähe wölbt sie sich mehr, ein Vorgang, der Akkommodation heißt.
§ 126. Mikroskop. Unter Mikroskop 1 schlechtweg versteht mandas „zusammengesetzte" M., im Gegensatz zur Lupe [§ 121], die zu-weilen auch als „einfaches" M. bezeichnet wird. Ein Mikroskop(Fig. 100) besteht im Prinzip aus zwei Linsen. Die dem Objekt zu-gewandte Linse, das Objektiv l, ist eineSammellinse von sehr kurzer Brennweite. Sieentwirft von einem kleinen Gegenstande ab,der etwas außerhalb des Brennpunktes liegt,ein umgekehrtes, vergrößertes reelles Bilda'b', das durch eine zweite, dem Auge zu-gewandte Linse, das Okular 2 V, nochmalsvergrößert wird. Letzteres wirkt hierbei alsLupe; das vom Objektiv entworfene reelleBild muß daher in die Brennweite des Okularsfallen. Die Gesamtvergrößerung einesMikroskops ist das Produkt aus Objektiv- und Okularvergrößerung,von denen jede umgekehrt proportional der betreffenden Brennweiteist. Außer dem Vergrößerungsvermögen kommen aber noch andereEigenschaften in Betracht, namentlich das Auflösungs- oder Ab-bildungsvermögen, d. h. die Fähigkeit des Objektivs, feine Struk-turemzelheiten des Präparates zu zeigen, und das Begrenzungs-oder Zeichnungsvermögen, d. i. die Fähigkeit des Objektivs,
Fig. 100.
fiixQos klein, a-xonim blicken.
2 oci.äus Auge.