Druckschrift 
Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
Entstehung
Seite
102
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

102

Optik.

Fig. 87.

vertauscht werden. Ist der Gegenstand im geometrischen Mittel-punkte, so muß auch das Bild dortliegen und gleichgroß sein In diesenfünf ersten Fällen handelt es sichstets um reelle Bilder, deren Größenach dem oben Gesagten leicht zufinden ist. Es zeigt sich, daß, jenäher der Gegenstand an denSpiegel heranrückt, das Bildsich um so weiter vom Spiegelentfernt. Rückt nun der Gegen-stand in die Brennweite hinein, hegter also zwischen Spiegel- und Brenn-punkt, so muß das Bild gewissermaßen über die Unendlichkeithinausgehen, d. h. es wird negativ und erscheint auf der an-deren Seite des Spiegels. In diesem einenFalle geben also Hohlspiegel virtuelleBilder. Dieselben sind aufrecht und vergrö-ßert, da sie ja weiter vom Spiegel entferntsind als der Gegenstand (Fig. 88). Daraufberuht die Anwendung von Hohlspiegeln alsBarbierspiegel usw. Je mehr sich der Gegen-stand innerhalb der Brennweite dem Spiegelnähert, desto mehr nähert sich auch das Bilddem Spiegel und wird dabei kleiner, bis esunmittelbar am Spiegel gleichgroß wie derGegenstand wird.

§ 115. Bilder der Konvexspiegel. Konvexspiegel erzeugen stetsvirtuelle, aufrechte, verkleinerte Bilder (Fig. 89), die um sokleiner sind, je weiter der Gegenstand vom Spiegel entfernt ist. Die

Konstruktion der Bilder erfolgt in ana-loger Weise wie bei Konkavspiegeln. DenBildpunkt B' von B (Fig. 89) findet manz. B., indem man einmal die Verbindungs-linie zwischen B und G zieht, und zweitensden achsenparallelen Strahl BN, der amSpiegel in der Richtung des Pfeils so re-flektiert wird, als ob er vom Brennpunkt Fkäme. Die Vereinigung beider Strahlen inb' ist daher nur eine scheinbare. Nähertsich der Gegenstand dem Spiegel von derUnendlichkeit bis*'zur Berührung, so bewegt sich das Bild von F