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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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Optik.

Ein Auge in c bzw. e erblickt also den Gegenstand a, wenn esin die Richtung cb bzw. ed sieht 1 , und zwar in a'. Aus derselben Figurgeht auch hervor, daß beim Planspiegel die gegenseitige Lage derLichtstrahlen nicht geändert wird. Divergierende Strahlen z. B.bleiben divergent.

Anwendung finden Planspiegel, um Lichtstrahlen eine andereRichtung zu geben. Man kann durch sieum die Ecke' sehen. IhreVerwendung zu den wichtigen Spiegelablesungen beruht darauf,daß die Winkelgeschwindigkeit des reflektierten Strahls doppelt sogroß ist wie die des Spiegels selbst. Ist also z. B. an einer Magnet-nadel ein kleiner Spiegel befestigt, aufden Licht fällt, so lassen sich auchkleine Ausschläge durch die doppeltso großen Exklusionen des reflek-tierten Strahls leicht erkennen.

Es sei (Kg. 85) MN die ursprünglicheLage des Spiegels, ab der einfallende, bcder reflektierte Strahl, bd das Einfallslot.Wird MN um go in die neue Lage M'N' ge-dreht, so bewegt sieh das Einfallslot um<f_9 ~ <p, der reflektierte Strahl um / y.

a + r . n __ r

2

Bezeichnet man ,/ a&cmit «, so ist ,/ <3' = / abä"

abd

2 2

Ähnlich ist das Prinzip des Spiegelsextanten, welcher dazudient, den Winkel zu messen, den zwei Gegenstände mit dem Augedes Beobachters bilden, ohne daß dieser fest zu stehen braucht. Erist daher z. B. unentbehrlich für die See.

Es seien z. B. m und n(Fig. 86) zwei Sterne, deren Seh-winkel a gemessen werden soll.m kann von dem Auge in a überden feststehenden, bd parallelen.Spiegel h hinweg direkt gesehenwerden. Dann wird der Zeiger beund dadurch auch der an ihm beib befestigte Spiegel so gedreht,daßdie von n ausgehenden Strah-len nach zweimaliger Reflexionan den Spiegeln in 6 und Jt eben-falls nach a gelangen. Der an derSkala cddirekt ablesbare Winkelß, den der Zeiger dabei zurückgelegt hat, 'ist nun gleich der Hälfte des gesuch-ten Sehwinkels u. Errichtet man nämlich in b und h die Einfallslote und ver-

Eig. 86.

1 Erfahren die von einem Gegenstand ausgehenden Lichtstrahlen durchSpiegelung oder Brechung eine Richtungsänderung, so wird der Gegenstandnicht an seinem wirklichen Platze gesehen, sondern in die Richtung der ins Augegelangenden Strahlen projiziert [vgl. §§ 116, 119].