Spezifische Wärme.
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wobei infolge der hohen Verbrennungstemperatui ein starker Überdruckentsteht; bei den Dampf maschinell durch gespannten Wasserdampf.
Bei letzteren wird der Dampf im Dampfkessel aus Wasser gebildet;an diesemist ein Wasserstandsmesser und ein Manometer zum Messen des Drucks,sowie ein Sicherheitsventil angebracht. Bei den Kolbendampf Maschinengelangt der Dampf durch das Rohr a (Fig. 76) in denDampfzylinder, wo er den luftdicht schließenden Kol-ben e aufwärts treibt. Ist dieser oben angelangt, so ändertdurch selbsttätige Steuerung der Maschine der Schieber gseine Stellung so, daß er den unteren Dampfweg c ver-schließt, den oberen / offen läßt. Der Dampf gelangt alsonun durch / über den Kolben und drückt ihn herunter,während der in d befindliche Dampf durch c nach i insFreie gelangt. So geht das abwechselnd weiter. Die auf-und niedergehende Bewegung des Kolbens wird in eineDrehbewegung umgesetzt, indem sie durch die Pleuelstangeauf ein exzentrisches Bad und durch dieses auf eine Welleübertragen wird, von der Treibriemen ausgehen. Dies >=•
ist der Typus einer Hochdruckmaschine, deren Dampf
eine Spannung von über 2 (gewöhnlich LS.-3=13J Atmosphären hat. Bei denXiederdruckmaschinen, die nur mit einer Dampfspannung von 2 Atmo-sphären und weniger arbeiten, wird der verbrauchte Dampf nicht direkt indie freie Luft geleitet, weil hier durch Überwindung des äußeren Luftdruckesrelativ zu viel Kraft verloren ginge, sondern in ein luftleeres Gefäß, den sog.Kondensator, wo er durch eingespritztes kaltes Wasser oder durch Außen-kühlung verdichtet wird.
Bei den Dampfturbinen, die ähnlich gebaut sind wie die Wasser-turbinen [§ 37], stößt der im Dampfkessel gebildete Dampf gegen ein Schaufel-rad, so daß hier unmittelbar eine Drehbewegung erzeugt ■wird.
D. Spezifische Wärme.
§ 98. Spezifische Wärme und Wärmekapazität. Führt man ver-schiedenen Körpern dieselbe Wärmemenge zu, so nimmt ihre Tem-peratur (= Wärmezustand oder Wärmegrad) nicht gleichmäßig zu;so erwärmen sich bekanntlich Metalle leichter als Wasser. Andersausgedrückt: Jeder Körper braucht zu einer bestimmten Tempera-turerhöhung eine ganz bestimmte, von seiner Substanz abhängigeWärmemenge. Die Wärmemenge, die erforderlich ist, um 1 Kilogramm(bzw. 1 Gramm) eines Körpers um 1° zu erwärmen, heißt spezifischeWärme dieses Körpers. Einheit der Wärmemenge ist diejenige, welche1 Kilogramm (bzw. 1 G^amm) Wasser von 14,5° auf 15,5° erwärmt;man nennt sie große (bzw. kleine) Kalorie 1 [vgl. § 78]. Da nun die alsEinheit gewählte spezifische Wärme des Wassers am größten ist, wirddie spezifische Wärme aller anderen festen und flüssigen Stoffe durchBruchteile von Kalorien ausgedrückt; sie beträgt z. B. für Kupfer 0,09,
Von calor Wärme.
Kai = große Kalorie, kal = kleine Kalorie.