Wärmelehre.
Danieli.
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schaft hat, sich durch Feuchtigkeit auszudehnen. Diese Bewegungwird hier auf einen Zeiger übertragen, der vor einer empirisch be-stimmten Skala spielt. An Stelle eines Haares kann man auch Darm-saiten, Strohhalme usw. in derselben Weise benutzen.
Das Kondensationshygrometer, erfunden vonbenutzt den Taurru jxkt ('s. o.).
Die Kugel a (Fig. 75) ist an der Außenseite vergoldet und halb mit Äthergefüllt: auch enthält sie ein kleines Thermometer. Sie geht über in die Eöhre
b c, die auf der anderen Seite ebenfalls mit einer Kugeld endigt, welche mit einem Musselinläppchen e umhülltist, Der ganze Apparat ist luftleer. Tropft man auf eÄther, so entsteht durch dessen Verdunstung Kälte,wodurch die Ätherdämpfe in d verflüssigt werden.Dies hat wieder zur Folge, daß der Äther in a ver-dampft und dadurch die Kugel a abkühlt. Wird dieAbkühlung so stark, daß die Außenluft ihren Wasser- ■dampf nicht mehr binden kann, so beschlägt sich amit einem feinen Tau. Die Temperatur, bei der diesgeschieht, wird am Thermometer in a abgelesen. Den Sättigungsdruck desWasserdampfes für diese Temperatur (der natürlich gleich ist dem Druck desbei der Lufttemperatur ungesättigten Wasserdampfes) und den Sättigungsdruckfür die Lufttemperatur findet man in Tabellen; das Verhältnis beider Werteentspricht der relativen Feuchtigkeit.
Das AuGusTsche Psychrometer 1 besteht aus zwei gleichenThermometern, von denen das eine die Lufttemperatur angibt. Dasandere ist unten mit einem Mulläppchen umhüllt, das mit einem Zipfelin Wasser taucht und so stets feucht bleibt; dieses Thermometerzeigt eine niedrigere Temperatur an, da infolge der Verdunstung desWassers dem Thermometer Wärme entzogen wird. Je trockener nundie Luft, desto stärker die Verdunstung, desto niedriger also auchder Stand des zweiten Thermometers. Mittels besonderer Tabellenläßt sich aus beiden Temperaturen und ihrer Differenz die absoluteund relative Feuchtigkeit bestimmen.
Den absoluten Feuchtigkeitsgehalt erhält man auch, wenn manein bestimmtes Volumen Luft durch eine Röhre mit Chlorkalziumoder einer anderen hygroskopischen Substanz leitet, deren Gewichts-zunahme dann direkt den Wassergehalt der Luft angibt.
§ 97. Verwandlung von Wärme in Arbeit. Die Ausdehnung durchErwärmung wird in der Technik außerordentlich viel als treibendeKraft verwandt. Die betreffenden Vorrichtungen heißen Wärme-kraft- oder kalorische Maschinen. Bei den Heißluftmaschinenz. B. wird ein Kolben in einem Zylinder durch die erhöhte Spannungerhitzter atmosphärischer Luft bewegt; bei den Gasmotoren durchExplosion eines Gemisches von atmosphärischer Luft und Leuchtgas,
yvxfiös kühl.