Änderung des Aggregat zustandes.
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Bei einer Art derselben wird z. B. in einem von Kühlwasser umgebenenSchlangenrohr Ammoniak mittels einer Druckpumpe verflüssigt; diese-Flüssig-keit gelangt in ein zweites Schlangenrohr, wo geringerer Druck herrscht, sodaß Verdunstung erfolgt. Die hierzu nötige Wärme wird einer Salzlösung ent-zogen, welche das zweite Schlangenrohr umgibt und ihrerseits zu einem Behältergeleitet wird, wo sich Einsatzgefäße mit Wasser befinden, welch letzteres danngefriert.
§ 93. Gesättigter und ungesättigter Dampf. Läßt man in einer ge-nügend langen, mit Quecksilber gefüllten Röhre, die unten in einweites Gefäß mit Quecksilber eintaucht, z. B. eine bestimmte MengeÄther aufsteigen, so wird dieser in dem Torricelli sehen Vakuumverdampfen. Durch die Spannung (Spannkraft bzw. Dampfdruck)des gebildeten Ätherdampf es wird die ursprünglich 760 mm hohe Queck-silbersäule nach abwärts gedrängt; ihre Höhe ist somit ein Maß fürdie Spannkraft des Dampfes. Die Verdampfung des Äthers hört aberbald auf, wenn nämlich die entstandenen Ätherdämpfe einen genügendgroßen Gegendruck auf den noch flüssigen Äther ausüben. Man sagtdann, der Raum über der Quecksilbersäule ist mit Ätherdampf ge-sättigt, oder auch kurz, der Ätherdampf ist gesättigt. Ein gesättigterDampf ist demnach ein solcher, der mit der Flüssigkeit, aus der erentstanden ist, noch in Berührung ist und aus ihr nichts mehr auf-nehmen kann. Sobald dieser Zustand erreicht ist, nimmt die Queck-silbersäule eine konstante Höhe an. Wird nämlich der Raum, in demder flüssige und dampfförmige Äther ist, vergrößert, so verdampftnoch ein Teil der Flüssigkeit, bis der vergrößerte Raum wieder ge-sättigt ist; wird er verkleinert, so wird ein Teil des Dampfes konden-siert. Stets aber bleibt die Spannung die gleiche, was eben aus dergleichbleibenden Höhe der Quecksilbersäule hervorgeht. Die Span-nung eines gesättigten Dampfes (der sog. Sättigungsdruck)ist also vom Volumen unabhängig und zugleich ein Maxi-mum (für die betreffende Temperatur). Einen größeren Druck durch /Verkleinerung des Volumens zu erzielen, ist eben unmöglich, weildann sofort ein Teil des Dampfes verflüssigt wird. Dagegen wird eineErhöhung des Druckes herbeigeführt durch JErhitz.en, indemdann neue Flüssigkeit verdampft, und zwar steigt der Druck gesättigterDämpfe bei Temperaturerhöhung mehr an, als das Gay -Lussac seheGesetz besagt. Auch die Sättigungsmenge, d. h. eben die Dampf-menge, die ein Raum bei einer bestimmten Temperatur aufnehmenkann, steigt mit der Temperatur. — Der Sättigungsdruck von Lö-sungen ist niedriger als der des reinen Lösungsmittels, was der bereitserwähnten Erhöhung des Siedepunktes entspricht [§ 90], und zwar\ist die Abnahme proportional der Konzentration. Äquimolekulare'Lösungen haben gleichen Dampfdruck [vgl. § 43].
Wird bei obigem Versuche der Raum über der Quecksilbersäule