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Mechanik.
daß man die Gesetze vom Schwimmen auch so aussprechen kann:Ein Körper schwebt, schwimmt oder sinkt in einer Flüssigkeit, jenachdem er gleiches, kleineres oder größeres spezifisches Gewicht imVergleich zur Flüssigkeit hat.
Hierauf beruht z. B. eine Methode zur Bestimmung des spezifischenGewichtes des Blutes. Man bringt einen Tropfen Blut in eine Mischung-von Benzol und Chloroform, die man so reguliert, daß der Blutstropfen in derMischung gerade schwebt, und bestimmt dann das spezifische Gewicht derMischung, welches identisch mit dem des Blutes sein muß.
Da luftförmige Körper spezifisch leichter sind als Flüssigkeiten, so steigensie in ihnen auf. Darauf beruht u. a. die Libelle 1 (Fig. 32), die zur Bestim-mung der Horizontalebene dient. Es ist dieseine kleine Glasröhre oder Dose, die bis auf einekleine Luftblase mit Wasser usw. gefüllt ist,Die Blase l steigt immer so hoch wie möglich,steht also bei horizontaler Lage des Behältersgenau unter der etwas äusgebuchteten Mitte a bder oberen Wand.
§ 40. Bestimmung des spezifischen Gewichts. Da das spezifische
p
Gewicht eines Körpers s = -=r ist [§ 39], so handelt es sich darum,
das Volumen des Körpers zu finden. Dies entspricht aber nach demArchimedischen Prinzip dem Gewicht des von ihm verdrängten Wassersbzw. der Gewichtsdifferenz des Körpers in Luft und Wasser. BeimWasser besteht ja bekanntlich die Beziehung, daß die Einheit desVolumens auch die Einheit des Gewichts besitzt, Volumen und Ge-wicht also durch dieselben Zahlen ausgedrückt werden [§ 4]. Nenntman das Gewicht des Körpers in der Luft P, im Wasser P', so ist,P
Darauf beruhen die meisten Methoden.
a l b
Fig. 32.
P—P'
Fig. 33.
1) Hydrostatische Wage. Das absolute Gewicht wirdfestgestellt:, indem der Körper an einen Wagbalken gehängt unddfe Wagschale der anderen Seite mit den entsprechenden Gewich-ten belastet wird. Dann wird unter den Körper ein Gefäß mitWasser geschoben, so daß er ganz hineintaucht, und sein Gewicht.wieder bestimmt. Die Differenz ergibt sein Volumen.
2) Nicholsons Gewichtsaräometer 2 . Wird der Körper-auf die Schale S (Fig. 33) gebracht, so sinkt der Apparat imWasser etwa bis in ein. An Stelle des Körpers werden nun soviele Gewichte auf den Teller gelegt, bis derselbe Effekt erreichtist. So wird das absolute Körpergewicht bestimmt. Bringtman dann den Körper in das Körbchen k und legt oben auf denTeller so viel Gewichte zu, daß der Apparat wieder bis m ein-sinkt, so erhält man den Gewichtsverlust im Wasser, mithin dasVolumen des Körpers.
1 libella Diminutiv von libra Wage.
äocuös dünn.