586 Sesquiterpen aus Maticokampfer, des Pfefferminzöls, des Rosenholzöls
Sesquiterpen aus Maticokampfer.
Darstellung, Isolierung usw. Thoms (Pharm. Ztg. 49 [1904], 811)untersuchte den seltenen Maticokampfer C 15 H 26 0 und führte ihn durch1—2 stündiges Kochen mit 50°/ 0 iger Schwefelsäure in ein blaugefärbtesSesquiterpen C 1B H 24 über; die Hydratation desselben konnte nicht aus-geführt werden.
239. Sesquiterpen C 16 H 24 des Pfefferminzöls.
Vorkommen, Isolierung usw. Aus Mitcham-Pfefferminzöl konntenFlückigee und Power (Pharm. Journ. III, 11, 220; Ar. 218, 222) eineFraktion gewinnen, nachdem das Menthol entfernt war, die schließlichüber metallischem Natrium destilliert wurde; es wurde konstatiert:Sdp. 255—260°, d 21 = 0,912, a D = + 9°2'. — Sch. u. Co. (Sch. 1894,I, 42) stellten fest, daß sich im amerikanischen PfefferminzölCadinen nachweisen läßt; weitere Versuche müssen entscheiden, ob dasSesquiterpen aus Mitchamöl ebenfalls Cadinen ist, worauf allerdings dasVolumgewicht hindeutet. — Die Untersuchungen von Beckett und Weight(Soc. 1876, I, 3) über das japanische Pfefferminzöl lassen es alswahrscheinlich erscheinen, daß der hochmolekulare Körper C 30 H S0 O, densie annehmen, nicht vorhanden ist, sondern daß wahrscheinlich die Fraktion245—255° aus unreinen, mit sauerstoffhaltigen Körpern vermischtenSesquiterpenen besteht.
240. Sesquiterpen C 15 H 24 des ßosenholzöls.
Vorkommen, Isolierung usw. Das Eosenholzöl wird durch Destil-lation des Holzes der Wurzeln der auf den Canarischen Inseln ein-heimischen Sträucher Gonvolvulus scoparius L. und O. floridus L. gewonnen.Jedoch dürfte das in den Handel kommende Eosenholzöl vielfach Sandel-holz- oder Cedernholzöl sein, dem etwas Rosenöl zugesetzt ist. — Sch.u. Co. (Sch. 1887, I, 28 und 1899, I, 41) destillierten Rosenholz und er-hielten daraus verschiedene Öle. — Gladstone (Soc. 17 [1864], 1; J. 1863,546) untersuchte ein Rosenholzöl, dessen Abstammung jedoch nicht an-gegeben wird, und gewann daraus ein Sesquiterpen: Sdp. 249°, d 20 = 0,9042,u D = — 11°, n c = 1,4911; es verband sich mit Salzsäure, gab aber keinekristallisierte Verbindung.