Monocyklische Terpene
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Terpene enthält, war, wie oben erwähnt, bereits von Dumas erwähnt. Ineinem anderen ätherischen Öl ist das Sabinen bisher nicht aufgefunden.Die physikalischen Daten, sowie die chemischen Reaktionen des Sabinensfinden wir ebenfalls ausschließlich in den erwähnten Arbeiten Semmlees.Die IJberführbarkeit des Sabinens in Derivate des Limonentypus konnteKondakow (J. pr. II, 69, 176) im Jahre 1904 dartun, eine Reaktion,"welche wegen der vielen dabei möglichen Invertierungen wenig durchsichtigist. Die chemische Konstitution des Kohlenwasserstoffs wurde aufgeklärt,als das Sabinenketon im Jahre 1902 (B. 35, 2046) durch Semmler glattw Tanacetondicarbonsäure übergeführt wurde. Durch das Sabinen wurdedemnach die Tanacetongruppe der Trioceanreihe vervollständigt; anderseitsgehört die Erforschung des Sabinens eng mit jener des Tanacetons undSabinols zusammen, welche ebenfalls im wesentlichen, wenn auch etwasfrüher als jene des Sabinens, in den letzten fünfzehn Jahren stattgefundennat, während das Sabinen erst in den letzten fünf Jahren seine wissen-schaftliche Bearbeitung erfuhr.
Inwieweit das Sabinen bei der Verwendung des Sadebaumöls fürdessen Wirkung in Frage kommt, läßt sich vorläufig nicht mit Bestimmt-heit entscheiden. Es ist jedoch zweifellos, daß die eigentümliche An-ordnung der Atome im Sabinenmolekül, ebenso wie im Tanaceton und^abinol, bei seiner Einwirkung auf den Organismus analoge Erscheinungenhervorrufen wird wie diese Moleküle. Weitere Versuche müssen darüberentscheiden. — Im übrigen dient das Sabinen bisher nur als Ausgangs-niaterial für rein wissenschaftliche Verbindungen.
Vgl. Tabelle Sabinen S. 296.
B. Monocyklische Terpene (zwei doppelte Bindungen).
Unter den Bestandteilen der ätherischen Öle, welche Kohlenwasser-stoffe sind, die Bruttoformel C 10 H 16 aufweisen und Terpene genannt werden,haben wir bisher solche kennen gelernt, welche zur aliphatischen Reihegehören (Myrcen usw.), anderseits cyklische Repräsentanten, welche einfachungesättigt waren und demnach bicyklische Systeme aufweisen mußten.^u letzteren gehörten das Kämpfen, Bornylen, die Fenchene usw. (Pento-ceansystem), ferner das Pinen und Nopinen (Tetroceansystem), schließlichdas Sabinen (Trioceansystem). Alle diese Terpene gehören im einzelnenz n Gruppen, welche jede für sich auch sauerstoffhaltige Repräsentanten,wie Ketone, Alkohole und deren Derivate, wie z. B. Amine, aufweist. Icherinnere z. B. an das Bornylen, welches auch mit dem Borneol, demBornylamin, dem Kampfer, dem Pinenchlorhydrat usw. nahe verwandtls t; es seien ferner erwähnt die Fenchene, zu denen zum Teil ev. dasJenchon, der Isofenchylalkohol usw. gehören; das Pinen und Nopinenihrerseits gehören mit dem Pinokampfon usw. eng zusammen; schließ-lich bilden eine natürliche Gruppe einmal das Caron, das Carylamin unddie bisher unbekannten Terpene dieses Trioceantypus, alsdann ebenso das