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2 (1906) Hydriert-cyklische Verbindungen; Kohlenwasserstoffe
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Sesquiterpen des Salbeiöls. Santalene

241. Sesquiterpen C 15 H 24 des Salbeiöls

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Vorkommen, Isolierung usw. Das Salbeiöl (Salvia offieinalis L.)enthält außer Pinen, Cineol, Tanaceton und Borneol auch ein Sesquiterpen.Müie und Sigiuea (Soc. 33, 297; Pharm. Journ. 37, 294; J. 1877, 957;J. 1878, 980) untersuchten das englische Salbeiöl und geben an, daß eshauptsächlich aus einem Sesquiterpen besteht, dessen Eigenschaftenfolgende sind: Sdp. 264270°, d 0 = 0,9198, d 2i = 0,9072, a D = + 3° 14'.Müie (Soc. 37, 678; J. 1880, 1080) bezeichnet dieses Sesquiterpen alsCedren und gibt seinen Sdp. zu 260° an. Das "WortCedren" ist hierzweifellos Kollektivname und gleich Sesquiterpen zu setzen. Den an-gegebenen physikalischen Daten nach dürfte das Sesquiterpen, wenn eineinheitlicher Körper vorliegt, zu den bicyklischen, doppelt ungesättigtengehören.

242. 243. Santalene C 16 H M .

Vorkommen, Isolierung usw. Im ostindischen Sandelholzölfindet sich eine Anzahl chemischer Verbindungen, die teils Kohlenwasser-stoffe, teils Alkohole, Aldehyde, Säuren, Laktone, Phenole, Ketone, ev.Ester usw. sind. Die Kohlenwasserstoffe sind besonders Sesquiterpene.Wir unterscheiden bei ihnen ein a- und /9-Santalen. Nicht zu ver-wechseln mit diesen Sesquiterpenen sind die Sesquiterpene des west-indischen Sandelholzöls. Das ostindische Sandelholzöl wird durch Destil-lation des Holzes von Santalum album L. (Santalacee) gewonnen, dagegendas westindische von einer Jwym-Spec. (Butacee bzw. Burseracee). Dasostindische Sandelholzöl enthält nur wenig Sesquiterpene (höchstens 5°/ 0 ),während das westindische Sandelholzöl ca. 3040 °/ 0 Sesquiterpeneaufweist. Das letztere wurde von v. Soden und Rojahn untersucht; esenthält mindestens zwei Sesquiterpene, von denen das eine wahrscheinlichein d-Cadinen ist. Außerdem dürfen mit den erwähnten Sesquiterpenena- und /3-Santalen, welche sich als solche in dem ostindischen Olfinden, nicht das a- und /3-Isosantalen verwechselt werden; dies sindkünstlich dargestellte Kohlenwasserstoffe, aus den Verbindungen C 16 H 26 0bzw. C 15 H 2i O usw. dargestellt, also zum Teil keine eigentlichen Sesqui-terpene, sondern es ist mindestens ein Repräsentant C 16 H 22 darunter.Es sollen zuerst die natürlich vorkommenden Santalene besprochen werden.

«- und ß-Santalen C 15 H 24 . Über die Geschichte der Bestandteiledes ostindischen Sandelholzöls vgl. v. Soden (Ar. 238, 354), sowie dieSantalole, das Santalal usw. im vorliegenden Werk.

Über die Sesquiterpene des Sandelholzöls bringen die ersten ge-naueren Angaben v. Soden und Müllee (Pharm. Ztg. 44 [1899], 258),indem sie dienichtalkoholischen" Bestandteile des ostindischen Sandel-holzöls isolierten (C. 1899, I, 1082). Durch sorgfältige Fraktionierung

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