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Cadinen: Chemische Eigenschaften
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Cadinendihydrochlorid C 15 H 24 -2HC1. Der Erfolg, welchen Kindtdurch Anlagerung von HCl an Terpentinöl, sowie Thenabd 1807 anCitronenöl gehabt hatten, indem sie den künstlichen Kampfer C 10 H 16 -HC1bzw. den Citronenölkampfer C 10 H 16 -2HC1 gewonnen hatten, ermutigte zudem Versuch, HCl auch auf andere Öle einwirken zu lassen. In der Tatgelang es 1841 Capitaine und Soübeikan (A. 34, 323) ein Dihydrochloridaus Cubebenöl zu erhalten, für das sie den Smp. 131° angeben; dasDihydrochlorid polarisierte links. Alsdann finden wir bei Lallemand(A. eh. III, 57, 404; A. 114, 193) den Schmelzpunkt des Dihydrochlorids desSesquiterpens aus Borneokampferöl zu 125° angegeben. Oglialobo (G. 5,467; B. 8, 1357) und Schmidt (Ar. 191, 21; B. 10, 190) berichtigen als-dann den Smp. zu 118°. Wallach (A. 238, 78) gewinnt das Dihydro-chlorid aus Cadinen verschiedenen Ursprungs; er löst die betreffende Frak-tion in der zweifachen Menge ihres Gewichts Äther, sättigt mit HCl undüberläßt das Ganze einige Tage sich selbst usw. — Hintze (A. 238, 83)untersucht kristallographisch; es ist rhombisch-hemiedrisch und zeigt größteÄhnlichkeit mit Limonentetrabromid. — Auch kann man das Dihydro-chlorid gewinnen, indem man den Kohlenwasserstoff in Eisessig löst,alsdann konz. Salzsäure hinzusetzt oder HCl einleitet. Das Dihydrochloridist sehr schwer löslich in Alkohol, leichter in Äther, sehr leicht löslichin heißem Essigäther, bedeutend weniger in kaltem; [a~] D = — 36,82°(Chloroform!) (Wallach, A. 252, 150) und für das Dichlorhydrat ausParacotorindenöl (A. 271, 303): [cc] D = - 33,5°. Das Dihydrochloridläßt sich bei 1 / 2 stündigem Kochen mit 1 Teil wasserfreiem Natriumacetatund 4 Teilen Eisessig in HCl und Cadinen spalten; auch läßt sich Anilinzur Abspaltung verwenden. — Deussen (Ar. 238 [1900], 149) findetfür das Dihydrochlorid aus westindischem Sandelholzöl: [cc]n = —36,65°;Soh. u. Co. (Sch. 1902, I, 89) beobachten für jenes aus Cuba-Cedrela-holzöl: a D in 5 °/ 0 iger Ätherlösung =—1°34', aus Nicaragua-Cedrela-holzöl =-l°36', aus Pfefferminzöl = -l°50', aus Kampferöl = —1°30';dieselben Forscher geben für Cadinendihydrochlorid aus dem Cypressenölan: „seine spezifische Drehung, in 10,0 °/ 0 iger Chloroformlösung bestimmt,betrug —25° 10'". Beckdets und Teoegee (Ar. 236, 398) beobachten:[k] i ,=_37 j 3° (Chloroform) für Cadinendihydrochlorid aus Angostura-rindenöl. Geimal (C. r. 135, 582, 1057) findet für d-Cadinendihyclrochloridaus Cedrus atlantica: Smp. 117—118°, [u\ D = + 8° 55' (Chloroform). —Erhitzt man nach Wallach und Waleee (A. 271, 295) Cadinendihydro-chlorid mit Jodwasserstoffsäure (1,96) 15 Stunden lang auf 180—200°, soerhält man ein Reduktionsprodukt C 16 H 28 , Sdp. 257—260°; es verhältsich wie eine gesättigte Verbindung, d 18 = 0,872, %,= 1,47439, M. E.= 67,09, während sich für C 15 H 28 = 67,10 berechnet. — Capitaine undSocbf.ikan (A. 34, 324) destillieren das Dihydrochlorid über erhitztenKalk und erhalten naphtalinartige Körper.
Cadinendihydrobromid C 15 H 24 -2HBr. Schüttelt man Cadinen inEisessig mit etwas rauchender Bromwasserstoffsäure (Wallach, A. 238, 25),so erhält man das Anlagerungsprodukt C, 6 H 24 -2HBr, Smp. 124—125°,
Sbhhi.br, Äther. Öle. II
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