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Patschulene: Vorkommen usw.
fischen Gewichte derselben waren 0,946, 0,964, 0,984, 1,002 bei 15°, dieentsprechenden optischen Drehungen — 44°, — 52°, — 64°, — 70°. DieFraktionen 3 und 4 bestanden in der Hauptsache aus dem bereits be-kannten Patschulialkohol, der sich in der kälteren Jahreszeit bei ruhigemStehen in denselben in großen, schönen Kristallen ausschied. Außerdemscheint in dem Patschuliöl noch ein zweiter, flüssiger Sesquiterpenalkoholvorzukommen." „Nach mehr als hundertfünfzig Fraktionierungen gelanges schließlich ein Sesquiterpen herauszuarbeiten, welches, auch beinochmaliger Zerlegung in kleinere, dasselbe spezifische Gewichtzeigende Fraktionen, eine konstant bleibende optische Drehungbesaß, während sowohl die davor wie dahinter liegenden Fraktionen eineniedrigere Linksdrehung zeigten." Sdp. 750 = 264—265°., Sdp. 3 _ 4 =95—96°, d lh = 0,9335, cc Dxs = — 58° 45'; es addiert Brom und Bromwasser-stoff, mit Salzsäure entsteht ein öliges Chlorhydrat. In einer zweitenFraktion wurde ein zweites Sesquiterpen nachgewiesen, Sdp. konstant273—274°, « D = + 0°45'; es gibt gleichfalls ein nichtkristallisierendesChlorhydrat; auch Cadinen konnte nicht nachgewiesen werden.
Über unsere gegenwärtigen Kenntnisse vom Patschuliöl vgl. Rodie(Eev. g6n. de Chimie pure et appl. 8 [1905], 57).
Das künstliche Patschulen gewinnt Gal (A. 150 [1869], 374;C. r. 68, 406), indem er Patschulikampfer, welchen er nach der FormelC 1B H 28 0 zusammengesetzt annimmt, mit Chlorzink destilliert: Sdp. 248bis 252°, C 15 H 26 . — Montgoleier (C. r. 84, 88; Bl. II, 28 [1877], 414;J. 1877, 639 u. 959) stellt die Formel des Patschulikampfers zu C 15 H 26 0fest und bezeichnet den daraus mit Essigsäure oder Essigsäureanhydridgebildeten Kohlenwasserstoff als „patchouline". Er findet für letzterenSdp. 743 = 252—255°, d 0 = 0,946, d 1Si5 = 0,937, [a] D <= -42° 10'; Salpeter-säure, Schwefelsäure und wäßrige Salzsäure färben ihn charakteristisch rot.
Wallach u. Tuttle (A. 279 [1894], 394) spalten aus dem Patschuli-alkohol durch 1Y 2 stündiges Erhitzen mit Kaliumbisulfat im Paraffinbadeauf 180° Wasser ab; sie finden für Patschulen Sdp. 254—256°, d 23 = 0,939,ra B = 1,50094, M.B. = 64,06, ber. für C 15 H 24 r = 64,45; es riecht cedern-artig. Die Forscher sind der Ansicht, daß sich im Patschulialkohol dasHydroxyl in tertiärer Bindung befindet.
Gadamee und Amenomiya (Ar. 241 [1903], 22) bestimmen den Siede-punkt des Patschulialkohols bei 266—271° unter Zersetzung (Übergang inPatschulen); es wird für Patschulen C 15 H 24 ermittelt: dm^ = 0,9296,[«K = -38,08» »^ = 1,49835.
Sch. u. Co. (Sch. 1904, I, 75) stellen zum Vergleich mit dem natürlichvorkommenden Patschulen auch jenes aus dem Patschulialkohol durchEinwirkung von starker Ameisensäure in der Kälte auf denselben her.Dieses Patschulen riecht cedernartig, siedet von 255—256°, d = 0,9334,a D = — 36° 52'; es gelang nicht einen Alkohol, ein Nitrosit, Nitrosochloridoder Nitrosat darzustellen. Durch Oxydation mit 1 °/ 0 iger Permanganat-lösung entstand ein öliges Produkt; es wird die Frage nach der Identitätdes natürlich vorkommenden mit dem künstlich dargestellten offen gelassen.
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