Sesquiterpene: Physikalische Eigenschaften
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monocyklische Terpineol gebildet wird, und von diesem aus monocyklischeKohlenwasserstoffe desselben Systems entstehen, wird vom Caryophyllenaus ein System gebildet, welches einen Eing mehr enthält, so daß wirhier wiederum eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Übergang des aliphati-schen Linalools in das cyklische Terpineol haben; wir können mit großerBestimmtheit schließen, daß das gebildete tricyklische System des Caryo-phyllenhydrats keinen Eing niederer Ordnung (Fünf-, Vier-, Dreiring)bildet, sondern daß der gebildete Eing mindestens ein Sechsring ist, oderaber, daß die beiden Einge des Caryophyllens nochmals verbunden werden.
Derartige künstliche Darstellungen der Sesquiterpene aus den Sesqui-terpenalkoholen gehören aber immer noch zu den Seltenheiten; um dieÜbersicht zu erleichtern, sollen diese gewissermaßen synthetischen Sesqui-terpene aber auch hier bereits mit den natürlich vorkommenden ab-gehandelt werden. Ebenso wie aus den Alkoholen bilden sich die Sesqui-terpene auch aus den Chlorsubstitutionsprodukten und den Aminen, imletzteren Falle unter Ammoniakabspaltung. Nicht immer ist das Sesqui-terpen, welches man z. B. durch Wasserabspaltung aus dem Sesquiterpen-alkohol erhält, mit dem Sesquiterpen identisch, welches sich gleichzeitigim Eohöl befindet; so ist es noch fraglich, ob das künstliche Cedrenidentisch ist mit dem natürlich vorkommenden, ebenso verhält es sichmit dem u- und /9-Santalen den aus dem Santalol gewonnenen Kohlen-wasserstoffen gegenüber. Eine weiter ausholende Synthese als jene, dieTon den Sesquiterpenalkoholen ausgeht, ist bisher nicht gemacht worden,Wenn wir von den sog. „synthetischen Sesquiterpenen" absehen; so stelltez. B. Claus (J. pr. II, 46, 474; C. 1893, I, 210) das l-Methyl-4-Isopropyl-2-Isoamylbenzen = (CH 3 ) 2 • CH-CH 2 • CH 2 . C 6 H 3 (CH 3 )- CH(CH 3 ) 2 , ferner Li-Mnski (B. 31,940) das 4-Oktyl-l-Methylbenzen = C 6 H 4 (CH 3 )C 8 H 17 , Eeboul(C r. 64, 419; A. 143, 373) durch Erhitzen von Valerylen mit konz.Schwefelsäure usw. den Kohlenwasserstoff C 15 H 24 her, ebenso Bouchardat(C. r. 87, 654; Bl. II, 33, 24), indem er das Valerylen in Bombenröhrenauf 250—260° erhitzte. Die Kohlenwasserstoffe sind wegen ihrer physi-kalischen Daten interessant; auf ihren ev. näheren Zusammenhang mitden Sesquiterpenen wird später eingegangen werden. Auch der syn-thetischen Versuche Wallachs sei hier gedacht, welcher versuchte, durchErhitzen von Kohlenwasserstoffen C 10 H ie mit Isopren zu Sesquiterpen-kohlenwasserstoffen zu gelangen, bzw. aus den Polymerisationsproduktendes Pinens Cadinendichlorhydrat darzustellen (A. 238, 88).
Über die physikalischen Eigenschaften sind die allgemeinengegenseitigen Beziehungen bereits erwähnt worden. Diejenigen Sesqui-terpene, die monocyklisch sind, werden sich im Volumgewicht am meistenden Terpenen nähern, so das Zingiberen, Limen, Carlinen usw., wobeiman jedoch in Betracht ziehen muß, daß sie wegen der dritten doppeltenBindung im Molekül spezifisch etwas schwerer sind. Nicht ein einzigesSesquiterpen ist bisher im festen Zustande erhalten worden. Die in derNatur vorkommenden Sesquiterpene sind optisch aktiv, bald links-, baldrechtsdrehend; von einigen kennt man beide Modifikationen, so z.B. vom