Sabinen: Chemische Eigenschaften (Oxydation)
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hüssigkeit mit Wasserdämpfen behandelt; letztere nehmen unveränderteKohlenwasserstoffe und ein Keton mit, welche sich durch fraktionierte-Destillation trennen lassen. Dieses Keton rührt her von der weiterenOxydation der Sabinensäure C lo H 10 O 3 , so daß man es aus letzterer inreinem Zustande durch Oxydation z. B. mit Pb0 2 gewinnen kann; Sdp.212-213°, d = 0,945, n D = 1,4629, M. R. = 40,26, ber. für ein KetonC 9 H u O = 39,51, während sich für einen Alkohol C 9 H u 0r= 40,42, be-rechnet; Pol. —18°. Sabinen, Sabinenglykol und Sabinensäure dagegensind rechtsdrehend. Semicarbazon C ]0 H„N s O = C 9 H 14 : NNHCONH ? ,ömp. 135—137°, der demnach auffallend niedrig liegt. Vergleichen wirdas Volumgewicht des Sabinenketons mit demjenigen des Tanacetons, soist es bedeutend höher, als es das Fehlen der Methylgruppe vermutenlassen sollte. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß eine teilweiseEnolisierung des Sabinenketons statthat, worauf auch die Molekular-refraktion hindeutet, die vielleicht durch den der CO-Gruppe benachbartenDreiring gefördert wird: jedoch kennen wir anderseits auch den Einfluß derMethylgruppe auf das Volumgewicht in einem derartigen Falle zu wenig.Sabinenalkohol _
Oirlg 0-ti 3CH
C 9 H 16 0
H 2 Cr/NCH 2
Hci^ ^JCH,'CH(OH)
Reduziert man das Sabinenketon nach Semmlee (B. 35, 2049) in derüblichen Weise mittels Natrium und Alkohol, so erhält man ein Reduktions-produkt, welches niedriger siedet, Sdp. 198—203°, n D = 1,4702, d =0,9344,M. R. — 42,4; außer dem Alkohol C 9 H 16 0 scheint auch noch C 9 H 18 0 zuentstehen, so daß der Dreiring bei der Reduktion teilweise reduziert wäre.Auffallend erscheint der niedrige Siedepunkt gegenüber dem des Sabinen-ketons, so daß auch dieser Umstand für die Enolisierung des letzterensprechen würde.
Sabinenkohlenwasserstoff C 9 H 14 . Behandelt man das Semi-carbazon des Sabinenketons (Semmlee, B. 35, 2047) mit verd. Schwefel-saure, um das Keton zu regenerieren, so erhält man auffallenderweisedieses nicht zurück, sondern es entsteht ein Kohlenwasserstoff C 9 H 14 ,Sdp. 165—166°, d 20 = 0,839, n D = 1,4732, M.R. = 40,9, für C 9 H 14 F be-rechnet sich 40,6. Bei der Zerlegung des Semicarbazons werden zweiMoleküle Wasser angelagert; findet die Anlagerung normal statt, so gehendie beiden Hydroxylgruppen an das Kohlenstoffatom und regenerierendas Keton, die beiden Wasserstoffatome hingegen gehen an Stickstoff undregenerieren das Semicarbazid. Im vorliegenden Falle hat sich nun eineBydroxylgruppe normal an das Kohlenstoffatom gelagert, während dierlydroxylgruppe des zweiten Moleküls Wasser an den Stickstoff und dasWasserstoffatom an das Kohlenstoffatom des Kerns gegangen sein muß;Primär ist demnach folgender Alkohol entstanden:
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