•^«BäHlSiM&fr' ^
290
Sabinen: Chemische Eigenschaften (Oxydation)
glykol sollte man daraus ev. einen dem Kampfenilanaldehyd isomerenAldehyd erwarten; aber während das bicyklische Pentoceansystem beständigist, tritt bei dem Sabinenglykol viel eher eine Wasserabspaltung derartigein, daß das Wasserstoffatom von einem benachbarten Kohlenstoffatomdes Ringes hergenommen wird, wobei sich gleichzeitig der Dreiring auf-löst. Diese Reaktion geht so leicht vor sich, daß eine Spur einer Säuregenügt, um beim Erwärmen sofort Trübung hervorzurufen. Äthert mannunmehr aus usw., so erhält man einen Dihydrocuminalkohol C 10 H 16 0,Sdp. ca. 242°, d 20 = 0,9572, w B = 1,5018, M.R. = 46,80, C 10 H 10 Op = 46,70.Bei der Oxydation mit Chromsäure entsteht aus ihm neben Cuminalkoholder Cuminaldehyd; wahrscheinlich ist aber auch Dihydrocuminalkohol bei-gemengt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die doppelten Bindungen imDihydrocuminalkohol teilweise anders liegen, als oben in der Formel an-gegeben wurde.
Sabinensäure
C 10 HieO 3
CH 3 CH 3\/CH
CH 2 C|^NCH 2HC^ ^JcH 2C(OH)COOII
Sbmmlbb (B. 33, 1465) erhielt diese Säure durch Oxydation des Sabinensmit KMn0 4 und Ansäuern der alkalisch-wäßrigen Lösung nach dem Aus-äthern; das in Freiheit gesetzte Säuregemisch wurde ausgeäthert und derRückstand des ätherischen Auszuges mit Natronlauge angerieben, wobeisich ein schwerlösliches Natriumsalz abschied. Aus letzterem ließ sichdie Sabinensäure, Smp. 57°, in Freiheit setzen; sie bildet ein schwer-lösliches Kupfersalz und ist rechtsdrehend. Die Sabinensäure ist eine«-Oxysäure, die also beim Erwärmen mit Pb0 3 Kohlensäure abspaltet.
Cuminsäure C 10 H ]2 O 2 . Sucht man die Sabinensäure im Vakuumzu destillieren, so findet Wasser- und zum Teil auch Wasserstoffabspaltungstatt; es destilliert eine Säure vom Smp. 117—118° über, welche sichals identisch mit der Cuminsäure erwies. Bei dieser Reaktion muß dem-nach der Dreiring aufgesprengt, gleichzeitig aber unter Wasserstoff-abspaltung der Benzolkern aufgerichtet werden; aber auch Dihydrocumin-säure ist beigemengt,
Sabinenketon CH q H
GH
iC
H,a</NcH 2
C 9 H 14 0 =
HC. JCH„CO
Nach Semmlek (B. 33, 1465 und B. 35, 2046) erhält man dies Keton,wenn man Sabinen mit Kaliumpermanganat oxydiert und die Destillations-