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das Agrostemmasapogenin als Kaliumsalz in einer Konzentrationvon 1:200 sofort total ausflockend und bei 1:2000 sofort totalhämolytisch wirkte. Die Grenzen für beide Wirkungen festzu-stellen hatte ich nicht Substanz genug. Obiges genügt abervollkommen, um zu behaupten, dass auch das in alkoholfreierreiner Kochsalzlösung klar lösliche Sapogeninkaliumaus Agrostemmasapotoxin dem Endsapogenin ausSaponalbin sich analog verhält, d. h. dass es bei starkerKonzentration ausflockend, bei geringerer aber hämo-lytisch wirkt.
Ich komme jetzt zu denjenigen Sapogeninen, welchein Wasser ganz unlösliche Kalksalze bilden und daherschon durch wenige Milligramme Kalk, die entweder im un-reinen Kochsalz 1 ) oder im Blutserum sich finden, leicht unlöslichwerden. Hierher gehört z. B. das durch Hydrolyse des neutralenMowhrinsaponin erhaltene Mowhrinsapogenin. Herr Prof.Spiegel hatte die Güte, mir mehrmals kleine Quantitäten davonzur Verfügung zu stellen. Setzte ich zu einer Lösung diesesMowhrinsapogenins 1:1000 auch nur wenige Tropfen einerl°/ 0 igen Chlorcalciumlösung, so entstand fast momentan einglasiger sehr voluminöser Niederschlag, der sehr geneigtwar, Blutkörperchen mit sich niederzureissen und daher eben-falls Ausflockung zu veranlassen.
Genug, Pseudoagglutination bezw. Ausflockung isteine Erscheinung, auf die man beim Zusammenbringenvon Sapogeninen mit Blut gefasst sein muss.
Zum Schluss sei es mir erlaubt meinen Mitarbeitern,namentlich Herrn Dr. Gonnermann und Herrn Dr. Halberkann,meinen verbindlichsten Dank zu sagen.
x ) Kürzlich ist sogar der Vorschlag gemacht worden, die roten Blut-körperchen bei Versuchen über Hämolysine oder Agglutinine immer inchlorcalciumhaltiger physiologischer Kochsalzlösung zu suspendieren.