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1 (1913)
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107
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kommt es, dass Gemische von Blut mit viel sapogeninsauremAlkali unter Umständen beim Stehen kolloidal werden und inFlocken, die die Blutkörperchen adsorbieren und mit niederreissen,ausfallen, während analoge Gemische, die weniger Sapogeninenthalten, durch die hämolytische Kraft der Sapogenine totalhämolysiert werden. Diese Tatsache habe ich durch W. Laube 1 )beschreiben lassen. Laube hat sie für ein von der FirmaE. Merk bezogenes Endsapogenin, welches höchstwahrschein-lich aus dem Saponin der Gypsophila Arrostii Gussonedargestellt worden war, an vielen Blutarten durchuntersucht.Er benutzte allerdings zur Herstellung seiner physiol. Kochsalz-lösung gewöhnliches Tafelsalz, welches nicht ganz rein ist. DieBlutarten hatten dieselbe Konzentration wie in meinen Versuchen.Die Lösung des Sapogenins erfolgte teils unter Neutralisierung mitNatronlauge, teils mit Natriumkarbonat. In einigen Versuchenwar die Mischung etwas alkoholhaltig. Einige Versuche wurdenglatt unter Zuhilfenahme von physiol. Kochsalzlösung, andereunter Benutzung von isotonischer Rohrzuckerlösung ausgeführt.Bei einigen wurde statt des käuflichen Sapogenins ein von Prof.Bosenthalee dargestelltes, aus derselben Droge stammendes an-gewandt. In allen Fällen war das Ergebnis dasselbe: grosseDosen des Endsapogenins der Saponaria alba wirktenauf 9 von 12 Blutarten ausflockend, kleine hämolytisch.Die Einzelheiten gibt die folgende Tabelle. Nur 3 Blutartenreagierten bei keiner Konzentration mit Agglutination.

(Siehe die Tabelle auf S. 108.)

Soeben hat Prof. Rosenthalek die Liebenswürdigkeit ge-habt, mir ein noch weit reineres, prachtvoll kristallinischesEndsapogenin derselben Droge zu senden. Ich löste es inder von ihm angegebenen Weise konzentriert unter Zuhilfenahmezunächst nur von Alkohol, neutralisierte mit Natronlauge undverdünnte dann mit chemisch reiner physiologischer Kochsalz-lösung bis zu der erforderlichen Grenze und konstatierte, dassbei l°/ 0 igen Pferdeblutkörperchen sowie bei 2°/ 0 igemMeerschweinchen- und Menschenblut bei 1:2000 bis zu1:4000 rasch totale Ausflockung erfolgte, während

*) Beiträge zur Kenntnis der Wirkung einiger Sapogenine usw. Zeitschr.f. exp. Pathol. u. Ther. Bd. 10, 1912.