>"•*
Demokritos.
121
Das Werk selbst schreibt jetzt wohl Niemand mehr dem De-in o c r i t v o n A b d e r a zu 3;) ). S c h m i e d e r 40 ) hat als Grund dafür,
■ in ) Dafür, dass etwa von dein 4ten Jahrhundert an bis gegen das Endedes löten Jahrhunderts dieses Werk fast insgemein als dem Democrit vonAbdera angehörig galt, brauche ich nach dem oben Besprochenen hier nichtnoch besonders Belege zusammenzustellen. Sehr vereinzelt steht da die vonGeorg Agricola gegen die Mitte des 16ten Jahrhunderts ausgesprocheneErklärung, der chemische Schriftsteller Democrit sei nicht der Philosophvon Abdera gewesen (G. Agricolae de re metallica Libri XII; da, wo in demals Vorrede dienenden Widmungsschreiben an die Herzoge von Sachsen Die-jenigen aufgezählt werden, welche /v/xevzr/.ü geschrieben haben, wird auchangeführt Democritus, non Abderites ille, sed alter, nescio qui). Noch demEibavius galt der Democritus, cujus adhuc hodie manibus studiosorum teri-tur de lapide philosophorum libellus, als der alte griechische Philosoph(Commentariorum Alchymiae A. Libavii Pars I. [Francofurti ad Moenum 1606],p. 2). Um das Jahr 1600 müssen aber doch schon Zweifel an der Echtheitgeäussert worden sein. Daniel Sennert sprach sich in seinem Buche DeChymicorum cum Aristotelicis et Galenicis consensu ac dissensu (zuerst er-schienen 1619), cap. III dahin aus: die unter dem Namen des Democriterhaltene Schrift sei bestimmt nicht erst von einem Araber verfasst, wieEinige behaupten, sondern entweder dem Griechen Democrit angehörig,oder wenigstens mit des Democrit Namen desshalb bezeichnet worden,weil die Kunde sich erhalten habe, Democrit habe Verständniss der Chemiebesessen. Als identisch mit dem Democrit von Abdera betrachtete den Ver-fasser der Physica et mystica Athanasius Kircher (Prodromus Coptus siveAegyptiacus [Romae 1636], p. 172). Dass Democrit von Abdera chemischeSchriften verfasst habe, suchte, auch noch im 17 ten Jahrhundert, OlausBorri-
ehius in seinem Buche: Hermetis, Aegyptorum et chemicorum sapientia-------
[Hafniae 1674], p. 72 zu beweisen, wenn auch zugestehend, dass das davonauf uns Gekommene von den Abschreibern geändert und verderbt sei (auchin seinem Conspectus scriptorum chemicorum celebriorum, in Mangeti Biblio-theca chemiea curiosa T. I, p . 39). Lambeck hat in demselben Jahrhundertder Ansicht Sennert's zugestimmt: die Physica et mystica seien aus desDemocrit von Abdera Schriften entnommen oder zusammengestellt, und aufsolche Zusammenstellungen weise Diogenes Laertios allerdings hin (Latn-becii commentar. de bibl. caesar. vindobon. Lib. VI., ed. Kollarii [Vindob.1780], p. 391). Lenglet du Fresnoy (Histoire de la philosophie herme-tique [ä la Haye 1742]) spricht zuerst von der fraglichen Schrift als einempetit traite attrihue ä Democrite (T. I, p. 27), aber später (T. III, p. 20) sagter: si cet ouvrage n'est pas de Democrite (von Abdera), il est au moinstire de ses ouvrages. Unter Denen, welche zur Beseitigung des Glaubens andie Echtheit dieser demAbderiten beigelegten Schrift beitrugen, wären ausserden hier specieller zu Besprechenden nach Fabrioii Bibl. gr. ed. Harles Vol. II[Hamburgi 1791], p. 641 namentlich noch zu nennen Conring (De Hermeticamedicina L. I, cap. 3, p. 28 sqq. [der Ausgabe von 1669]), Naude (Apologia